Humboldt County: Marihuana Genetik entsteht nicht zufällig – Weedland USA Folge 2
Nach dem Einstieg ins Emerald Triangle (Folge 1) geht Weedland USA in Folge 2 deutlich tiefer. Diese Episode führt mitten hinein nach Humboldt County – dorthin, wo moderne Cannabis-Genetik entsteht. Kein Mythos, kein Marketing, sondern tägliche Praxis: Pheno-Hunting, Selektion, Züchtung und Entscheidungen, die später bestimmen, welche Sorten weltweit überhaupt existieren.
Weedland USA Folge 2: Humboldt County – Genetik entsteht nicht zufällig
Die Reise führt tief in abgelegene Täler von Humboldt County. So abgelegen, dass man das County verlassen und wieder hineinfahren muss, um den Ort zu erreichen. Genau hier liegt eine der Farms der Humboldt Seed Company – einem der prägendsten Akteure moderner Cannabis-Genetik.
Folge 2 zeigt keinen fertigen Markt, sondern den Ursprung: Pflanzen in verschiedenen Entwicklungsstadien, hunderte Varianten derselben Linie und Menschen, deren Alltag daraus besteht, Nuancen zu erkennen, die später ganze Sorten definieren.
- Region: Humboldt County, Nordkalifornien
- Ort: Farm der Humboldt Seed Company
- Fokus: Züchtung statt Vermarktung
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Pheno-Hunt: Selektion auf höchstem Niveau
Im Zentrum der Folge steht der Pheno-Hunt dieses Jahr. Dabei werden nicht einzelne Pflanzen bewertet, sondern ganze Populationen. Ziel ist es, aus tausenden Pflanzen jene wenigen zu identifizieren, die Struktur, Aroma, Harzproduktion und Stabilität ideal vereinen.
Menschen aus der ganzen Welt kommen dafür nach Humboldt. Es geht um Geruch, Widerstandskraft, Ertrag, Trimbarkeit und das Zusammenspiel aller Eigenschaften – nicht um Trends.
Bewerten statt bewundern
Jede Pflanze wird geprüft: Wie dicht ist die Blüte? Wie ist das Verhältnis von Kelch zu Blatt? Wie entwickelt sich der Duft? Lässt sich die Pflanze später effizient verarbeiten?
- Struktur und Bud-Aufbau
- Aroma-Profile
- Ertrag und Verarbeitung
Warum nicht jede schöne Pflanze bleibt
Große Buds bedeuten nicht automatisch Qualität. Manche Strukturen sehen spektakulär aus, sind aber anfällig für Schimmel oder lassen sich schlecht trocknen. Folge 2 zeigt, wie oft gegen optische Reize entschieden wird – zugunsten von Funktion.
- Schimmelrisiko
- Klimaabhängigkeit
- Langfristige Stabilität
Genetik verstehen: Anthocyanin, Klima und Anpassung
Ein zentraler Teil der Folge ist das Verständnis genetischer Merkmale. Anhand von Farbe, Stängeln und Blattadern wird erklärt, wie Pflanzen sich an Kälte, Höhenlage und Jahreszeiten angepasst haben. Anthocyanin – die Ursache für violette Färbungen – ist kein Showeffekt, sondern ein Schutzmechanismus. Gleichzeitig spielt es bei der späteren Hash-Produktion eine Rolle.
Purple ist kein Zufall
Ob eine Pflanze violett wird, hängt nicht nur von Temperatur ab. Entscheidend ist, ob das Pigment genetisch im Inneren der Blüte entsteht – ein wichtiger Unterschied für Züchter. Apropos Purple: Hier findest du viele Purple Sorten.
- Genetische Anpassung
- Schutz vor Kälte
- Einfluss auf Hash
Färbung hilft auch Pflanzen, in kälteren Nächten zu wärmen.
Bestäubung und feminisierte Samen
Ein weiterer Schwerpunkt von Folge 2 ist die kontrollierte Bestäubung. Die Kamera zeigt, wie feminisierte Samen entstehen – nicht theoretisch, sondern direkt im Gewächshaus. Hier wird deutlich: Samenproduktion ist kein Nebenprodukt, sondern ein hochpräziser Prozess. Stabilität entsteht nicht in einer Generation, sondern über Jahre hinweg.
Warum stabile Seeds selten sind
Viele können Samen machen. Wenige können stabile Linien züchten. Folge 2 erklärt, warum Backcrossing, Selektion und Geduld entscheidend sind – und warum manche Strains bewusst nie veröffentlicht werden.
- Mehrgenerationen-Selektion
- Feminized Seeds
- Stabilität vor Masse
Blueberry Muffin: Ein Beispiel für echte Züchtungsarbeit
Ein besonderer Teil der Folge widmet sich der Sorte Blueberry Muffin. Entdeckt auf derselben Farm, über Jahre hinweg selektiert und mindestens fünfzehn Mal rückgekreuzt. Die Folge zeigt, wie aus einem Fund eine der stabilsten modernen Sorten entsteht – nicht durch Marketing, sondern durch Wiederholung.
- Langjährige Selektion
- Hohe genetische Stabilität
- Kein Zufallsprodukt
Aromen, Klassiker und neue Linien
Mitten im Pheno-Hunt geht es nicht nur um Struktur und Ertrag, sondern ganz konkret um Geruch, Wirkung und Einsatzbereich. In Folge 2 werden unterschiedliche Linien direkt im Feld bewertet – vom Oldschool-Klassiker bis zur modernen Autoflower. Knoblauch, Pilze, Butter, Gas, süße Backwaren: Die Bandbreite der Aromen zeigt, wie weit Cannabis-Genetik heute entwickelt ist.
„My classic favorite is the All Gas OG. That one won High Times awards in Southern, Central and Northern California.“
All Gas OG steht exemplarisch für eine Ära, in der Terpene aggressiv, klar und kompromisslos waren. Daneben stehen moderne Sorten wie Blueberry Pancakes, die so intensiv nach Sirup riechen, dass sie fast künstlich wirken. Genau diese Extreme werden bewusst gegenübergestellt.
Bonus! Zu Folge 2.
Bewertete Profile im Feld
- All Gas OG – klassisch, gasig, preisgekrönt
- Blueberry Pancakes – extrem süß, sirupartig
- Garlic Butter & Mushroom Notes – savory Terpenprofile
- Papaya Pancakes – leichte, tropisch-süße Linie
Hash, Rosin und Funktionalität
Ein klarer Fokus der Folge liegt auf sogenannten „Washern“ – Sorten, die sich besonders für Fresh Frozen und Rosin eignen. Dabei geht es nicht um Optik der Blüte, sondern um Trichom-Struktur, Harzmenge und Rücklauf. Eine der vorgestellten Linien erreicht über 5 % Return, ein Spitzenwert im Bereich Hashproduktion.
„It’s not the prettiest flower, but it yields 5.4 to 5.5 percent on fresh frozen.“
Spannend ist der direkte Vergleich zwischen Flower- und Hash-Aroma. Während die Blüte eher gebackene, muffinig-süße Noten zeigt, entwickelt das Hash ein völlig anderes Profil – tropisch, klar und deutlich süßer. Auch beim Konsum zeigt sich ein Wandel: Weg vom Joint, hin zu Rosin und Full Melt, weil Wirkung klarer und alltagstauglicher bleibt.
Warum Rosin für viele die Zukunft ist?
- Klare, funktionale Wirkung
- Kürzere, kontrollierbare High-Phase
- Bessere Differenzierung von Terpenprofilen
- Effizienter Einsatz im Alltag
Weedland USA #2: Warum diese Folge entscheidend ist
Folge 2 macht klar, warum Cannabis-Genetik nicht im Labor beginnt, sondern auf dem Feld. Sie zeigt, wie viel Wissen, Erfahrung und Zurückhaltung nötig sind, um Sorten zu schaffen, die Jahre später weltweit konsumiert werden. Diese Episode ist kein Spektakel. Sie ist Handwerk – und genau deshalb ein Schlüssel zum Verständnis moderner Cannabis-Kultur.
- Genetik statt Hype
- Humboldt County als Ursprung
- Grundlage für alle weiteren Folgen
- Stream hier: Emerald Triangle Doku








