Behandlungen

Wo wird eine Cannabis-Therapie eingesetzt? Diese Erkrankungen und Symptome können mit Cannabis behandelt werden:


Wann kommt medzinisches Cananbis zum Einsatz?

Cannabis Experte

einfach erklärt

Die Verwendung von Cannabis als Medizin ist in den letzten Jahren zunehmend in den Fokus der Forschung und öffentlichen Diskussion gerückt. Studien zeigen die Einsatzmöglichkeiten der Cannabinoide, vorwiegend die Cannabis Wirkung von THC und CBD.

Cannabis kann in medizinischen Fällen eingesetzt werden, wenn keine andere dem medizinischen Standard entsprechende Therapie verfügbar ist oder andere Therapien nicht sinnvoll erscheinen. Studien zeigen, dass Cannabis in einigen Fällen zur Linderung von Symptomen beitragen kann, insbesondere wenn herkömmliche Therapien versagen oder unerwünschte Nebenwirkungen haben.

Häufige Indikationen

Häufig behandelt werden nach dem deutschen Hanfverband:

Außerdem:

Erfahrungsberichte

Mehr Videos findest du in unserer YouTube Playlist: Krankheiten.

Weitere Behandlungen

Außerdem lt. Hanfverband:

  • Allergische Diathese
  • Armplexusparese
  • Arthrose
  • Asthma
  • Autismus
  • Barrett-Ösophagus
  • Blasenkrämpfe
  • Blepharospasmus
  • Borderline-Störung
  • Borreliose
  • Chronische Polyarthritis
  • Chronisches Müdigkeitssyndrom
  • Schmerzsyndrom nach Polytrauma
  • Chronisches Wirbelsäulensyndrom
  • Cluster-Kopfschmerzen
  • Colitis ulcerosa
  • Failed-back-surgery-Syndrom
  • Fibromyalgie
  • Hereditäre motorisch-sensible Neuropathie mit Schmerzzuständen und Spasmen
  • HIV-Infektion
  • HWS- und LWS-Syndrom
  • Hyperhidrosis
  • Kopfschmerzen
  • Lumbalgie
  • Lupus erythematodes
  • Migraine accompagnée
  • Mitochondropathie
  • Morbus Bechterew
  • Morbus Crohn
  • Morbus Scheuermann
  • Morbus Still
  • Morbus Sudeck
  • Neurodermitis
  • Paroxysmale nonkinesiogene Dyskinese (PNKD)
  • Polyneuropathie
  • Posner-Schlossmann-Syndrom
  • Posttraumatische Belastungsstörung
  • Psoriasis (Schuppenflechte)
  • Reizdarm
  • Rheuma (rheumatoide Arthritis)
  • Sarkoidose
  • Schmerzhafte Spastik bei Syringomyelie
  • Systemische Sklerodermie
  • Tetraspastik nach infantiler Cerebralparese
  • Thalamussyndrom
  • Thrombangitis obliterans
  • Tinnitus
  • Trichotillomanie
  • Urtikaria unklarer Genese
  • Zervikobrachialgie
  • Folgen von Schädel-Hirn-Trauma
  • Zwangsstörung

Krankheiten

Medizinisches Cannabis wird in der Therapie verschiedener Krankheitsbilder eingesetzt. Erfahre hier mehr über den potenziellen Einsatz von medizinischem Cannabis bei verschiedenen Beschwerden.

Stress

Stress

Stress kann zu einer Vielzahl von körperlichen und psychischen Beschwerden führen, einschließlich Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen und erhöhter Reizbarkeit. Es wird berichtet, dass medizinisches Cannabis helfen kann, Stress zu reduzieren, indem es beruhigende Wirkungen entfaltet und das allgemeine Wohlbefinden fördert. Erfahre hier mehr über: Stress.

Schlafstörungen

Schlafstörungen

Schlafstörungen beeinträchtigen die Lebensqualität und Gesundheit erheblich. Es gibt Berichte, dass Cannabis Schlafstörungen lindern und die Schlafqualität verbessern könnte. Erfahre hier mehr über: Schlafstörung.

Appetitlosigkeit

Appetitlosigkeit

Appetitlosigkeit kann durch verschiedene Ursachen wie Krankheiten, Medikamente oder psychische Belastungen hervorgerufen werden und zu Unterernährung und Gewichtsverlust führen. Medizinisches Cannabis wird in einigen Fällen verwendet, um den Appetit zu fördern, indem es bestimmte Rezeptoren im Gehirn anspricht. Mehr über: Appetitlosigkeit.

Chr. Schmerzen:

Chr. Schmerzen

Chronische Schmerzen beeinträchtigen das tägliche Leben erheblich. In einigen Fällen wird medizinisches Cannabis eingesetzt, um Schmerzen zu lindern, indem es auf das Nervensystem wirkt. Erfahre mehr über: chronische Schmerzen.

ADHS

ADHS

ADHS zeigt sich durch Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität und Impulsivität. Medizinisches Cannabis kann manchmal helfen, die Symptome zu mindern und die Konzentration zu fördern. Erfahre mehr über: ADHS.

Übelkeit

Übelkeit

Übelkeit hat viele mögliche Auslöser und kann das Wohlbefinden stark beeinträchtigen. In bestimmten Fällen wird medizinisches Cannabis verwendet, um Übelkeit zu lindern. Erfahre mehr über: Übelkeit.

Depression

Depression

Depressionen führen zu langanhaltender Traurigkeit und mangelnder Motivation. Medizinisches Cannabis wird manchmal eingesetzt, um die Symptome zu lindern und das emotionale Gleichgewicht zu unterstützen. Erfahre mehr über: Depression.

Migräne

Migräne

Migräne äußert sich durch starke Kopfschmerzen und oft auch Übelkeit. Medizinisches Cannabis wird in einigen Fällen verwendet, um die Häufigkeit und Intensität der Anfälle zu verringern. Erfahre mehr über: Migräne.

Angststörungen

Angststörungen

Angststörungen führen zu intensiven Ängsten und körperlichen Reaktionen. In bestimmten Fällen kann medizinisches Cannabis helfen, die Symptome zu mildern. Erfahre mehr über: Angststörungen.

Stress

Stress

Stress kann zu einer Vielzahl von körperlichen und psychischen Beschwerden führen, einschließlich Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen und erhöhter Reizbarkeit. Medizinisches Cannabis kann helfen, Stress zu reduzieren, indem es beruhigende Wirkungen hat und das allgemeine Wohlbefinden steigert. Erfahre hier mehr über: Stress.

Schlafstörungen

Schlafstörungen

Schlafstörungen beeinträchtigen die Lebensqualität und die Gesundheit. Cannabis kann Schlafstörungen bekämpfen und die Schlafqualität verbessern. Erfahre hier mehr über: Schlafstörung.

Appetitlosigkeit

Appetitlosigkeit

 Appetitlosigkeit kann durch verschiedene Ursachen wie Krankheiten, Medikamente oder psychische Belastungen hervorgerufen werden und zu Unterernährung und Gewichtsverlust führen. Medizinisches Cannabis kann den Appetit anregen und die Nahrungsaufnahme fördern, indem es bestimmte Rezeptoren im Gehirn beeinflusst. Erfahre hier mehr über: Appetitlosigkeit. Erfahre hier mehr über: Appetitlosigkeit.

Chr. Schmerzen:

Chr. Schmerzen

Chr. Schmerzen können das tägliche Leben stark beeinträchtigen. Cannabis besitzt schmerzlindernde Eigenschaften und kann bei der Behandlung von chronischen Schmerzen helfen. Erfahre hier mehr über: chronische Schmerzen.

ADHS

ADHS

ADHS, oder Aufmerksamkeitsdefizit- / Hyperaktivitätsstörung, verursacht Probleme wie Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität und Impulsivität, die das tägliche Leben und die schulischen oder beruflichen Leistungen beeinträchtigen können. Medizinisches Cannabis kann helfen, die Symptome von ADHS zu lindern, indem es die Konzentration verbessert und eine beruhigende Wirkung hat.  Erfahre hier mehr über: ADHS.

Übelkeit

Übelkeit

Übelkeit kann durch verschiedene Ursachen ausgelöst werden und das Wohlbefinden stark beeinträchtigen. Cannabis kann Übelkeit lindern und das allgemeine Wohlbefinden verbessern. Erfahre hier mehr über: Übelkeit.

Depression

Depression

Depressionen führen zu anhaltender Traurigkeit und Antriebslosigkeit. Medizinisches Cannabis kann helfen, die Symptome von Depressionen zu mildern und das emotionale Gleichgewicht wiederherzustellen. Erfahre hier mehr über: Depression.

Migräne

Migräne

Migräne verursacht starke Kopfschmerzen und weitere Symptome wie Übelkeit. Cannabis kann die Intensität und Häufigkeit von Migräneanfällen reduzieren. Erfahre hier mehr über: Migräne.

Angststörungen

Angststörungen

Angststörungen führen zu anhaltenden und intensiven Angstgefühlen, die das tägliche Leben stark beeinträchtigen können und oft mit Symptomen wie Herzrasen, Schweißausbrüchen und Zittern einhergehen. Medizinisches Cannabis kann helfen, die Symptome von Angststörungen zu lindern, indem es entspannende und angstlösende Effekte hat und somit das allgemeine Wohlbefinden verbessert. Erfahre hier mehr über: Angststörungen.


Wie wirkt Cannabis?

Cannabis Expertin

Wirkung erklärt

Cannabis wirkt, indem seine Cannabinoide an Rezeptoren des Endocannabinoid-Systems binden und so Schmerzempfinden, Stimmung, Appetit und Entzündungsprozesse beeinflussen. Terpene verstärken oder modulieren diese Effekte zusätzlich über den sogenannten Entourage-Effekt.

Cannabinoide

Infografik: Cannabinoide in Cannabis

Lern hier mehr über Cannabinoide.

  • THC (Δ9-Tetrahydrocannabinol): psychoaktiv, schmerzstillend, muskelentspannend.
  • CBD (Cannabidiol): nicht psychoaktiv, entzündungshemmend, angstlösend, antipsychotisch.
  • CBG (Cannabigerol): „Mutter-Cannabinoid“, wirkt gegen Entzündungen, antibakteriell und neuroprotektiv.
  • CBC (Cannabichromen): synergistisch mit THC/CBD, entzündungshemmend.
  • …

Terpene

Infografik: Pistillen, Trichome und Terpene

Lern hier mehr über Terpene.

  • β-Caryophyllen: einziges Terpen, das direkt an CB2-Rezeptoren bindet → entzündungshemmend.
  • Myrcen: schlaffördernd, muskelentspannend.
  • Limonen: stimmungsaufhellend, anxiolytisch.
  • Linalool: beruhigend, muskelrelaxierend, schlaffördernd.
  • Pinene: konzentrationsfördernd, wachhaltend, bronchienerweiternd.
  • Terpinolen: leicht aktivierend, antioxidativ.
  • …

Indikation & Wirkung: 5 Beispiele

Cannabis Expertin

Medizinischer Einsatz erklärt

Diese Tabelle zeigt, bei welchen Indikationen bestimmte Cannabinoide und Terpene gezielt eingesetzt werden können. Ihre kombinierte Wirkung beeinflusst Schmerz, Muskelspannung, Stimmung und neurologische Funktionen über das Endocannabinoid-System und den Entourage-Effekt.

Sehen wir uns als Beispiel die 5 häufigsten Indikationen lt. deutschem Hanfverband an, die du vom Anfang (oben) kennst. Diese Cannabinoide und Terpene helfen konkret in der Behandlung:

◄ ► Slide Tabelle einfach nach links und rechts
Erkrankung Wichtige Cannabinoide Relevante Terpene Hauptwirkungen laut Studienlage
Chronische Schmerzen THC, CBD, CBG β-Caryophyllen, Myrcen, Limonen THC wirkt analgetisch und antientzündlich über CB1-Rezeptoren. CBD moduliert Entzündungen und kann die Opioidwirkung verstärken. β-Caryophyllen bindet an CB2 und hat stark entzündungshemmende Effekte.
Multiple Sklerose (MS) THC, CBD, CBC Linalool, β-Caryophyllen, Pinene THC & CBD lindern Spastiken (z. B. Nabiximols/Sativex). Terpene wie Linalool wirken muskelentspannend & anxiolytisch.
Tourette-Syndrom THC, (teilweise CBG) Limonen, Linalool Studien zeigen, dass THC Tic-Frequenz und -Schwere reduzieren kann. Terpene können beruhigend und angstlösend wirken.
Depressionen CBD, CBG, geringe THC-Dosen Limonen, Linalool, β-Caryophyllen CBD moduliert Serotoninrezeptoren (5-HT1A) und wirkt antidepressiv. Limonen hebt die Stimmung, Linalool beruhigt.
ADHS CBD, geringe THC-Dosen, CBG Pinene, Limonen, Terpinolen CBD wirkt angstlösend, verbessert Fokus. Pinene fördert Wachheit & Konzentration, Limonen hebt Stimmung. Terpinolen kann aktivierend wirken.

Was sagt die Wissenschaft?

Cannabis Expertin

Studienlage erklärt

Im Kern ist die Evidenz für Erwachsene am stärksten bei drei Bereichen: chronische Schmerzen, MS-assoziierte Spastik und Chemotherapie-bedingte Übelkeit/Erbrechen (CINV) trotz Standardtherapie. Große Reviews und Leitlinien sehen hier kleine bis moderate, klinisch relevante Verbesserungen. Für andere Felder (z. B. Schlaf, Angst, Reizdarm) gibt es Hinweise, die aber uneinheitlich sind und oft nur schwache bis moderate Sicherheit haben.

Quellen: National Academies 2017, ACP/Annals 2025

Gesamtbild: Wo hilft es?

Chronische Schmerzen (v. a. neuropathisch): Konsistente, aber eher kleine bis moderate Schmerzlinderungen; als Add-on oder Option nach Versagen Standardtherapien.

Quellen: ACP/Annals 2025, National Academies 2017

MS-Spastik: Add-on mit THC:CBD-Spray (Nabiximols) senkt Spastik-Scores signifikant in RCTs/Meta-Analysen.

Quelle: Azadvari 2024

Chemotherapie-Übelkeit/Erbrechen (CINV): Bei refraktären Verläufen zusätzliche Besserung, wenn Cannabinoide zur leitliniengerechten Antiemese hinzugefügt werden.

Quellen: ASCO 2024, Cochrane 2015, Grimison 2024

Wie stark sind die Effekte?

Die durchschnittliche Schmerzlinderung ist meist klein bis moderat, kann aber für einzelne Patientengruppen klinisch bedeutsam sein – realistische Erwartung statt „Allheilmittel“. Spastik-Reduktionen sind in validierten Skalen (NRS, Ashworth) nachweisbar. Bei CINV verbessert sich die Ansprechrate zusätzlich zur Standardtherapie, allerdings mit mehr leichten Nebenwirkungen.

Quellen: ACP/Annals 2025, Azadvari 2024, ASCO 2024

Warum wirkt es? Kurz erklärt

THC und CBD modulieren das Endocannabinoid-System (CB1/CB2) und damit Schmerzverarbeitung, Muskeltonus, Brechreiz, Appetit und Entzündung. THC bindet vor allem an CB1 im ZNS, CBD beeinflusst unter anderem Entzündungswege und kann THC-Effekte modulieren.

Quelle: National Academies 2017

Risiken & Sicherheit

Häufige, meist leichte Nebenwirkungen: Müdigkeit, Schwindel, Mundtrockenheit, Übelkeit; dosis- und THC-abhängig.

Quelle: ACP/Annals 2025

Psychische Risiken: Höheres Risiko für psychotische Symptome vor allem bei hochpotentem THC und häufiger Anwendung; ärztliche Selektion und Monitoring sind wichtig.

Quelle: Argote 2023

Fahrtüchtigkeit: Messbare Fahrbeeinträchtigungen über mehrere Stunden nach Inhalation; subjektive Selbsteinschätzung ist unzuverlässig.

Quellen: JAMA Psychiatry 2022, Marcotte 2022

Praxis: Wann sinnvoll?

Medizinalcannabis ist typischerweise eine Option der zweiten bis dritten Linie nach unzureichendem Nutzen oder Unverträglichkeit etablierter Therapien. Bevorzugt werden standardisierte Extrakte oder Oralsprays (z. B. THC:CBD bei MS-Spastik, CINV), mit strukturierter Verlaufskontrolle nach 4–12 Wochen.

Quellen: ACP/Annals 2025, ASCO 2024

Rahmen in Deutschland

Seit 2017 verordnungsfähig; seit dem 1. April 2024 auf „normalem“ (auch E-)Rezept erhältlich. Die Indikation gilt bei schwerer Erkrankung und nach Ausschöpfen üblicher Therapien. Weitere Details bieten Krankenkassen und Behörden.

Quellen: Barmer 2024/25, BfArM 2024, BfArM Begleiterhebung 2022

Fazit: Medizinischer Einsatz

Für Erwachsene ist Medizinalcannabis solide belegt bei chronischem Schmerz, MS-Spastik und refraktärer CINV. Die Effekte sind im Mittel klein bis moderat, können aber für einzelne Patient:innen bedeutsam sein. Nutzen und Risiken sollten individuell abgewogen und ärztlich eng begleitet werden.

Quellen: National Academies 2017, ACP/Annals 2025


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