USA War on Drugs 1970er, Zero Tolerance 1980er, die ersten Dispensaries

USA „War on Drugs“ – Die Entstehung von Dispensaries lässt sich nicht verstehen, ohne den historischen Kontext der 1970er- und 1980er-Jahre in den USA zu betrachten. Diese Zeit war geprägt von Angst, politischem Druck und einer staatlichen Reaktion, die auf Bestrafung setzte – nicht auf Hilfe. Der „War on Drugs“ und die Zero-Tolerance-Politik schufen genau jene Leerstelle, aus der später informelle Versorgungsstrukturen hervorgingen. In dieser Zeit entstanden viele Cannabis-Legenden, der „War on Drugs“ ist damit auch Teil der Cannabis Geschichte.

USA 1970er–1980er: War on Drugs

Ende der 1960er-Jahre erlebten viele US-Großstädte einen massiven Anstieg von Heroinabhängigkeit, Beschaffungskriminalität und Gewalt. Medienberichte über Überdosierungen, steigende Mordraten und offene Drogenszenen dominierten die öffentliche Wahrnehmung.

Angst als politische Triebkraft

Politik reagierte nicht mit Prävention oder medizinischer Versorgung, sondern mit Härte. Der War on Drugs war von Beginn an als Strafkampagne konzipiert. Ziel war Abschreckung, nicht Rehabilitation. Drogenkonsum galt als moralisches Versagen, nicht als Gesundheitsproblem.

  • Strafverfolgung statt Therapie
  • Abschreckung als Leitmotiv
  • Medizinische Realität ausgeblende

Nixon verkündet den ‘Public Enemy Number One’

Heroin, Medien und öffentliche Hysterie

Heroin wurde zum Symbol urbaner Angst. Bilder von innerstädtischen Vierteln, offenen Konsumszenen und Gewalt bestimmten die Berichterstattung. Dass sich Drogenepidemien historisch oft selbst abschwächen, spielte politisch keine Rolle.

  • Mediale Zuspitzung
  • Politischer Handlungsdruck
  • Keine differenzierte Debatte

Heroin und harte Drogen sollen bekämpft werden. Mit darunter fallen alle Cannabis Patienten*innen.

Zero Tolerance und ihre Folgen

In den 1970er- und 1980er-Jahren verschärften viele Bundesstaaten ihre Drogengesetze massiv. Besonders prägend waren die Rockefeller Drug Laws in New York, die zu den härtesten der USA gehörten.

Pflichtstrafen und Masseninhaftierung

Zero Tolerance bedeutete zwingende Haftstrafen – teils bis lebenslang – selbst für geringe Mengen. Die Gesetze trafen vor allem nicht-gewalttätige Konsumenten und Kleindealer. Gefängnisse füllten sich, ohne dass Drogenkonsum oder Abhängigkeit zurückgingen.

  • Mandatory Minimums
  • Überfüllte Gefängnisse
  • Keine Wirkung auf Nachfrage

Rassismus und strukturelle Ungleichheit

Die Beschaffungskriminalität und Gewalt traf überproportional schwarze und hispanische Communities in innerstädtischen Vierteln. Jahrzehnte später zeigte sich, dass diese Politik massive soziale und familiäre Schäden verursachte – ohne das eigentliche Problem zu lösen.

  • Überproportionale Kriminalisierung
  • Zerstörte Gemeinschaften
  • Langfristige soziale Folgen

Gesundheitspolitik scheitert, Untergrund entsteht

Während Städte wie Washington D.C. mit Methadon-Programmen und später Nadel-Austausch messbare Erfolge erzielten, setzte die Bundespolitik weiter auf Härte. HIV- und AIDS-Krise verschärften die Lage zusätzlich.

Genau in diesem Spannungsfeld entstand ein Umdenken auf lokaler Ebene: Wenn der Staat weder heilt noch schützt, müssen Betroffene sich selbst organisieren. Diese informellen Netzwerke wurden zum Ursprung dessen, was später als Dispensaries bekannt wurde.

  • Selbsthilfe statt Staat
  • Versorgung im Verborgenen
  • Grundlage späterer Dispensaries

Lies hier mehr über Dispensaries in den USA.

War on Drugs in 6 Folgen: Kostenlos streamen

Und heute? Trump deklassifiziert Marihuana

US-Präsident unterschreibt neue Cannabis-Einstufung – Wir hatten genau das Thema gerade noch im Redman-Interview, das auch über seine neue Cannabispartei in den USA ging. Nur wenige Tage später, diese News aus den USA: Präsident Trump plant, Cannabis im Bundesrecht neu einzuordnen, und spontan explodieren die Kurse der Cannabisunternehmen an der US-Börse. Die geplante Einstufung von “Schedule I” zu “Schedule III” bringt ganz neue Bewegung in den Cannabismarkt.

Mittlerweile ist die Executive Order unterschrieben!