Low Stress Training: Anleitung, Wann & wieviel mehr Ertrag?
Wer seine Cannabispflanzen zum ersten Mal anbaut, fragt sich früh: Wie hole ich das Maximum aus meinen Pflanzen heraus? Low Stress Training – kurz LST – ist eine der effektivsten Methoden, um den Ertrag deutlich zu steigern, ohne die Pflanze zu stressen oder zu verletzen. Anders als bei High-Stress-Techniken wie Topping arbeitet LST sanft und schonend. Wer sich außerdem für die passenden Sorten interessiert, findet bei den Top 20 Cannabis Samen weltweit! Die meist verkauften Sorten eine gute Übersicht. Auch ein Blick auf robuste Genetiken wie die Wedding Tree: Sorte, Aroma & THC Gehalt lohnt sich, bevor man mit dem Training beginnt. In diesem Artikel erklären wir, wie LST funktioniert, wann du damit anfängst und wie viel mehr Ertrag du realistisch erwarten kannst.
Was ist Low Stress Training?
Low Stress Training beschreibt eine Trainingsmethode für Cannabispflanzen, bei der Äste und der Hauptstamm vorsichtig in eine horizontale Position gebogen und fixiert werden. Das Ziel ist es, eine möglichst flache, gleichmäßige Kronenstruktur zu erzeugen – eine sogenannte „Canopy”. Dadurch erhalten alle Bereiche der Pflanze gleichmäßig viel Licht, was zu mehr und gleichmäßigeren Blütenpunkten führt.
LST nutzt den natürlichen Wachstumstrieb der Pflanze: Wenn der Haupttrieb gebogen wird, schießen die Seitentriebe nach oben und entwickeln sich zu vollwertigen Hauptästen.
Im Gegensatz zu aggressiveren Methoden wie FIM oder Topping werden beim LST keine Teile der Pflanze entfernt. Es entsteht kein Wundgewebe, und die Pflanze erleidet keinen Wachstumsstopp. Das macht diese Methode besonders attraktiv für Einsteiger und für den Einsatz bei Autoflowering-Sorten, die weniger Erholungszeit haben.
Wann sollte man mit LST beginnen?
Der ideale Zeitpunkt für den Start des Low Stress Trainings liegt in der frühen Wachstumsphase. Zu diesem Zeitpunkt sind die Stängel noch flexibel und lassen sich leicht biegen, ohne zu brechen.
Konkrete Orientierungspunkte für den Start
Es empfiehlt sich, folgende Anzeichen als Startsignal zu nutzen:
- Die Pflanze hat mindestens 3 bis 4 Knotenpunkte entwickelt
- Der Hauptstamm ist noch biegsam und nicht verholzt
- Die Pflanze zeigt aktives, gesundes Wachstum
- Bei Autoflowering-Sorten: spätestens in der zweiten Lebenswoche beginnen
- Bei photoperiodischen Sorten: während der gesamten Vegetationsphase möglich
Bei Autoflowering-Pflanzen ist das Zeitfenster enger, da sie automatisch in die Blüte übergehen. Wer zu lange wartet, kann das Potenzial nicht mehr voll ausschöpfen. Photoperiodische Sorten bieten mehr Spielraum, da die Vegetationsphase durch die Lichtsteuerung verlängert werden kann.

Schritt-für-Schritt-Anleitung: So funktioniert LST
Das eigentliche Training ist einfacher als viele denken. Mit etwas weichem Draht, Kabelbindern oder speziellen LST-Clips lässt sich die Technik problemlos umsetzen.
- Material vorbereiten: Weiches Gartenband oder Silikon-Clips, Draht, kleine Haken am Topfrand
- Haupttrieb biegen: Den Hauptstamm langsam und gleichmäßig nach außen biegen, bis er nahezu horizontal liegt
- Fixieren: Den gebogenen Trieb mit dem Band oder Clip am Topfrand befestigen
- Seitentriebe beobachten: Diese wachsen nun nach oben und werden nach und nach ebenfalls gebogen
- Regelmäßig anpassen: Alle 2 bis 3 Tage prüfen und neue Triebe fixieren
Wichtig ist dabei, niemals ruckartig zu biegen. Wenn ein Ast zu stark Widerstand leistet, kann man ihn einige Tage wachsen lassen, bevor man erneut versucht, ihn zu formen. Risse oder Brüche können mit Tesafilm überbrückt werden – die Pflanze erholt sich meist schnell.
Geduld ist beim LST entscheidend: Wer die Pflanze regelmäßig, aber behutsam trainiert, erntet am Ende eine gleichmäßige, lichtdurchflutete Kronenstruktur mit deutlich mehr Blütenpunkten.
Wie viel mehr Ertrag bringt Low Stress Training?
Die Frage nach dem konkreten Mehrertrag lässt sich nicht mit einer universellen Zahl beantworten, da Genetik, Licht, Nährstoffe und Erfahrung des Growers eine Rolle spielen. Dennoch berichten viele Hobbygrower von 20 bis 40 Prozent mehr Ertrag im Vergleich zu untrainierten Pflanzen – in optimalen Setups kann der Unterschied noch größer sein.
Der Hauptvorteil liegt in der verbesserten Lichtausnutzung. Ohne LST wächst die Pflanze wie ein Weihnachtsbaum: Der obere Haupttrieb erhält das meiste Licht, während untere Bereiche im Schatten bleiben. Mit LST entstehen viele gleichwertige Haupttriebe, die alle von der Lichtquelle profitieren. Das Ergebnis: mehr und größere Blüten über die gesamte Pflanze verteilt. Für Anbauer, die auch qualitativ hochwertige Ausgangsprodukte suchen, gibt es die Möglichkeit, Cannabis bestellen mit Überweisung: Noch sicherer Shoppen bei CannaZen.

Häufige Fragen
Kann ich LST auch bei Autoflowering-Sorten anwenden?
Ja, LST eignet sich grundsätzlich auch für Autoflowering-Pflanzen. Allerdings ist das Zeitfenster kürzer, da Autos automatisch blühen. Man sollte spätestens in der zweiten bis dritten Lebenswoche beginnen und keine zu aggressiven Biegungen vornehmen.
Welches Material eignet sich am besten zum Befestigen der Äste?
Bewährt haben sich weiches Gartenband, Silikon-LST-Clips oder dünner, isolierter Draht. Wichtig ist, dass das Material die Äste nicht einschneidet. Metallischer oder harter Draht sollte vermieden werden, da er bei wachsenden Stängeln einwächst und Schäden verursacht.
Lässt sich LST mit anderen Trainingstechniken kombinieren?
Absolut. LST wird häufig mit Topping oder dem Screen of Green (ScrOG) kombiniert, um noch mehr Blütenpunkte zu erzeugen. Wer mehr über die optimale Nutzung verschiedener Sorten erfahren möchte, findet bei den Top 20 Cannabis Samen weltweit! Die meist verkauften Sorten wertvolle Hinweise zur Sortenwahl für das Training.


















