Growshop in der Nähe: Karte, Sortiment & was du für den Anbau brauchst
Seit Erwachsene in Deutschland bis zu drei Cannabispflanzen zu Hause anbauen dürfen, boomen Growshops. Hier bekommst du alles für den Eigenanbau: Samen, Growboxen, Licht, Erde und Dünger. Was ein Growshop anbietet, was nach den Regeln für den Cannabis Eigenanbau erlaubt ist und wie du einen Growshop in der Nähe findest, liest du hier. Wie du von der Saat bis zur Ernte vorgehst, erklärt unser Einstieg Cannabis Anbau.
- Growshop in der Nähe finden
- Tipps für die Suche
- Was ist ein Growshop?
- Was im Growshop erlaubt ist
- Was gibt es im Growshop?
- Samen
- Licht, Luft und Nährstoffe
- Was brauche ich für den Start?
- Indoor oder Outdoor
- Typische Anfängerfehler
- Growshop vor Ort oder online?
- Growshop oder Apotheke?
- Häufige Fragen zu Growshops
- Grow Shops oder Rezept: medizinisches Cannabis bei CannaZen
Growshop in der Nähe finden
Auf der CannaZen-Karte findest du Growshops in ganz Deutschland, mit Adresse und Öffnungszeiten. Über den Kategorie-Filter kannst du dir gezielt Growshops oder Headshops anzeigen lassen. Viele Läden sind kombinierte Head- und Growshops, deshalb lohnt sich ein Blick in beide Kategorien. Auf dem Smartphone siehst du direkt, welche Läden in deiner Umgebung liegen.
Tipps für die Suche
Häufig wird nach einem Growshop gesucht, der „jetzt geöffnet“ hat oder eine „Top-Bewertung“ vorweisen kann. Öffnungszeiten ändern sich gerade bei kleinen Läden öfter, ein kurzer Anruf vorab schadet nie. Bewertungen geben dir einen Eindruck von Beratung und Preis-Leistung, sind aber nicht immer repräsentativ. Achte besonders darauf, ob Kund:innen die fachliche Beratung loben, denn die ist gerade für Einsteiger:innen viel wert.
- Öffnungszeiten vorab prüfen
- Auf Beratungsqualität achten
- Head- und Growshops mitdenken
- Online-Shops als Alternative
Was ist ein Growshop?
Ein Growshop ist ein Fachgeschäft für den Pflanzenanbau, insbesondere für den Indoor-Anbau. Lange Zeit verkauften Growshops offiziell nur Equipment für Tomaten, Kräuter und Zimmerpflanzen. Mit dem Konsumcannabisgesetz (KCanG) hat sich das geändert: Der Eigenanbau von Cannabis ist für Erwachsene unter bestimmten Bedingungen erlaubt, und Growshops können offen dafür beraten. Das Sortiment reicht heute von Samen über komplette Growbox-Sets bis zu Messgeräten und Erntezubehör.
Was im Growshop erlaubt ist
Cannabissamen gelten nach dem KCanG nicht als Cannabis, solange sie nicht für einen unerlaubten Anbau bestimmt sind. Growshops dürfen sie deshalb verkaufen, und auch die Einfuhr von Samen aus anderen EU-Ländern ist für den erlaubten Eigenanbau zulässig. Stecklinge und Jungpflanzen sind dagegen Cannabis im Sinne des Gesetzes. Sie dürfen nur über Anbauvereinigungen und mit Mengengrenzen weitergegeben werden, nicht im Laden verkauft.
- Samen: erlaubt
- Equipment: erlaubt
- Stecklinge: nur über Anbauvereinigungen
- Blüten: kein Verkauf
Neben Hobbygärtner:innen kaufen auch Anbauvereinigungen im Growshop ein. Diese Vereine bauen gemeinschaftlich für ihre Mitglieder an und brauchen dafür deutlich mehr Ausrüstung als ein Privathaushalt. Manche Growshops haben sich deshalb auf größere Anlagen, Klimatechnik und Beratung für Vereine spezialisiert. Für dich als Privatperson bedeutet das: Frag ruhig nach, ob der Laden eher auf Einsteiger:innen oder auf Profis ausgerichtet ist.
Merke dir: Ein Growshop verkauft alles für den Anbau, aber kein fertiges Cannabis und keine Stecklinge. Wer dir dort Blüten oder Pflanzen anbietet, handelt nicht legal.
Was gibt es im Growshop?
Das Angebot ist breit, und für Einsteiger:innen wirkt die Auswahl schnell unübersichtlich. Im Kern brauchst du für den Indoor-Anbau einen geschlossenen Raum, Licht, Luft, Substrat, Nährstoffe und gutes Saatgut. Die folgende Tabelle zeigt die wichtigsten Produktgruppen und wofür du sie brauchst.
Samen
Bei den Samen hast du die Wahl zwischen regulären, feminisierten und selbstblühenden Sorten. Reguläre Samen können männliche Pflanzen hervorbringen, die keine Blüten liefern. Feminisierte Samen ergeben fast immer weibliche Pflanzen und sind deshalb bei Hobbygärtner:innen beliebt, mehr dazu unter feminisierte Samen. Autoflowering-Sorten blühen unabhängig vom Lichtzyklus und sind oft schneller erntereif. Für den ersten Anbau empfehlen viele Growshops robuste, pflegeleichte Sorten, die kleine Fehler verzeihen. Frag im Laden nach Erfahrungswerten zu Wuchshöhe und Blütezeit, damit die Sorte auch in deine Box passt.
Licht, Luft und Nährstoffe
Moderne LED-Lampen haben die früher üblichen Natriumdampflampen weitgehend abgelöst, weil sie weniger Wärme erzeugen und sparsamer sind. Eine Abluftanlage mit Aktivkohlefilter hält Temperatur und Luftfeuchtigkeit im Rahmen und bindet den typischen Geruch. Beim Dünger kommt es auf die Wachstumsphase an: In der Wachstumsphase braucht die Pflanze mehr Stickstoff, in der Blüte mehr Phosphor und Kalium. Wie viel du davon wann gibst, erklären wir unter Hanf Dünger.

Was brauche ich für den Start?
Für den Einstieg reicht eine kleine Growbox mit LED-Lampe, Abluft mit Aktivkohlefilter, Töpfe, Erde und Samen. Viele Growshops bieten fertige Komplettsets an, bei denen die Komponenten aufeinander abgestimmt sind. Das spart Zeit und verhindert typische Anfängerfehler, etwa eine zu schwache Abluft für eine zu starke Lampe. Wie die Vorbereitung im Detail aussieht, zeigt unsere Serie ab dem Teil Cannabis Anbau Vorbereitung.
- Platz und Standort festlegen
- Growbox in passender Größe wählen
- LED-Lampe und Abluft abstimmen
- Töpfe, Erde und Dünger besorgen
- Samen nach Erfahrung auswählen
- Hygrometer und Thermometer aufstellen
Indoor oder Outdoor
Der Anbau im Freien ist günstiger, weil Licht und Lüftung entfallen. Dafür bist du vom Wetter abhängig, und die Pflanzen müssen trotzdem vor dem Zugriff durch Kinder, Jugendliche und Dritte geschützt sein. Indoor hast du mehr Kontrolle über Klima und Lichtzyklus, brauchst aber mehr Ausrüstung und Strom. Für Balkon und Garten gelten dieselben gesetzlichen Grenzen wie für die Growbox.
Denk auch an die Zeit nach der Ernte. Am Wohnsitz darfst du bis zu 50 Gramm getrocknetes Cannabis aus Eigenanbau besitzen, unterwegs gelten niedrigere Grenzen. Eine gute Ernte kann diese Menge schnell übersteigen, deshalb solltest du Pflanzenzahl und Sortenwahl entsprechend planen. Weitergeben oder verkaufen darfst du Cannabis aus Eigenanbau nicht. Wie du Blüten richtig trocknest und lagerst, erklärt die Anbau-Serie in den späteren Teilen ausführlich.
Typische Anfängerfehler
Viele Probleme beim ersten Grow entstehen nicht durch die Genetik, sondern durch die Ausrüstung oder zu viel Pflege. Zu viel Wasser und zu viel Dünger gehören zu den häufigsten Fehlern. Auch eine zu starke Lampe in einer zu kleinen Box sorgt schnell für Hitzestress. Wer klein anfängt und die Werte im Blick behält, hat deutlich bessere Chancen auf eine gesunde Ernte. Als Faustregel gelten in der Blüte etwa 20 bis 26 °C und 40 bis 50 % Luftfeuchtigkeit.
- Zu viel gießen
- Überdüngen
- Abluft zu schwach
- Lampe zu nah
- pH-Wert nicht prüfen
Tipp: Lass dich im Growshop zu deinem konkreten Raum beraten. Mit Maßen, Deckenhöhe und Stromanschluss im Gepäck bekommst du deutlich bessere Empfehlungen als mit allgemeinen Fragen.
Growshop vor Ort oder online?
Die meisten Growshops haben inzwischen auch einen Onlineshop. Vor Ort profitierst du von persönlicher Beratung und kannst Growzelte, Lampen und Filter in echt sehen. Online sind Auswahl und Preisvergleich einfacher, und schwere Erde oder große Zelte kommen direkt nach Hause. Viele kombinieren beides: Beratung und Erstausstattung im Laden, Verbrauchsmaterial wie Dünger später online.
- Vor Ort: Beratung und Anschauung
- Online: Auswahl und Lieferung
- Komplettsets: gut für Einsteiger:innen
- Verbrauchsmaterial: oft online günstiger
Beim Samenkauf online solltest du auf seriöse Anbieter mit nachvollziehbarer Herkunft der Genetik achten. Bestellungen aus EU-Ländern sind für den erlaubten Eigenanbau zulässig. Mehr zu bekannten Sorten und Züchtern findest du in unserer Liste der Top 20 Cannabis Samen.
Growshop oder Apotheke?
Eigenanbau braucht Zeit, Platz und Erfahrung, und die Qualität schwankt von Ernte zu Ernte. THC-Gehalt und Terpenprofil lassen sich zu Hause kaum zuverlässig bestimmen. Patient:innen, die auf eine gleichbleibende Wirkung angewiesen sind, sind mit geprüftem Cannabis aus der Apotheke oft besser beraten. Dort sind Wirkstoffgehalt und Reinheit analysiert, und die Therapie wird ärztlich begleitet.
Wo du eine spezialisierte Apotheke findest, zeigt unser Beitrag Cannabis Apotheke in der Nähe. Viele Patient:innen nutzen auch die Lieferung einer Online-Apotheke nach ärztlicher Verordnung. Eigenanbau und Rezept schließen sich übrigens nicht aus, für die Therapie zählt aber vor allem eine verlässliche und gleichbleibende Qualität.
Häufige Fragen zu Growshops
Vier Fragen, die vor dem ersten Besuch im Growshop oft auftauchen, kurz beantwortet.
Darf ein Growshop Cannabissamen verkaufen?
Ja, Samen dürfen verkauft werden, solange sie nicht für einen unerlaubten Anbau bestimmt sind. Der Kauf ist für Erwachsene legal.
- Samen sind kein Cannabis
- Einfuhr aus der EU erlaubt
- Nur für Erwachsene
Gibt es im Growshop Stecklinge?
Nein, Stecklinge dürfen Growshops nicht verkaufen. Sie werden nur von Anbauvereinigungen in begrenzter Menge weitergegeben.
- Kein Ladenverkauf
- Über Anbauvereinigungen
- Monatliche Mengengrenzen
Wie viele Pflanzen darf ich anbauen?
Erwachsene dürfen am Wohnsitz bis zu drei Pflanzen gleichzeitig anbauen. Die Pflanzen müssen vor dem Zugriff Dritter geschützt sein.
- Drei Pflanzen pro Person
- Nur am Wohnsitz
- Schutz vor Kindern
Was ist ein Head- und Growshop?
So heißen Läden, die Konsumzubehör und Anbaubedarf unter einem Dach anbieten. Das ist inzwischen eher die Regel als die Ausnahme.
- Papers und Grinder
- Samen und Growboxen
- Ein Weg für alles
Grow Shops oder Rezept: medizinisches Cannabis bei CannaZen
Grow Shops sind die richtige Adresse, wenn du selbst anbauen möchtest. Brauchst du Cannabis aus medizinischen Gründen und eine verlässliche Qualität, führt der Weg über die Ärztin oder den Arzt. Bei CannaZen beantragst du das Rezept online. Nach ärztlicher Freigabe liefert eine Partner-Apotheke geprüfte Sorten mit deklariertem Wirkstoffgehalt, meist innerhalb weniger Tage statt nach Monaten Anbau.

































