Jibbit: Cannabis-Start-up mit Blockchain & Jibbitz mit Hanfblatt
Wenn du nach „Jibbit“ im Zusammenhang mit Cannabis suchst, stößt du auf zwei ganz unterschiedliche Dinge: ein deutsches Start-up, das Cannabis und Blockchain verbinden wollte, und die bekannten Anstecker für Crocs, die Jibbitz heißen und auch mit Hanfblatt-Motiven verkauft werden. Das Start-up wollte Rezepte per Blockchain fälschungssicher machen, ist aber heute kaum noch sichtbar. Vieles von der Idee ist inzwischen trotzdem umgesetzt, nur anders: mit dem E-Rezept und der Teleklinik. Wie Ärzt:innen und Patient:innen heute digital zusammenfinden, erklären wir ausführlich unter Telemedizin.
- Jibbit: Cannabis-Start-up mit Blockchain-Idee
- Was Jibbit angekündigt hat
- Wie sollte der digitale Cannabis-Ausweis funktionieren?
- Das Problem: Rezeptfälschungen
- Blockchain einfach erklärt
- Was wurde aus Jibbit?
- Cannabis und Krypto: ein Trend jener Zeit
- Jibbitz mit Hanfblatt: Crocs-Anstecker
- Hanfblatt, Joint und 420
- Jibbitz anbringen
- Digitale Rezepte heute: ganz ohne Blockchain
- E-Rezept statt Blockchain
- Nachweis unterwegs für Patient:innen
- Häufige Fragen zu Jibbit und Jibbitz
- Jibbit heute: digitale Cannabis-Rezepte bei CannaZen
Jibbit: Cannabis-Start-up mit Blockchain-Idee
Hinter dem Namen stand die Jibbit GmbH aus Monheim am Rhein. Das Unternehmen trat Ende der 2010er-Jahre mit dem Anspruch auf, ein digitales Ökosystem für die Cannabis-Community aufzubauen und es mit Kryptowährungs-Technologie zu verbinden. Laut eigener Pressemitteilung vom Oktober 2018 sollte eine App Ärzt:innen, Patient:innen und Apotheken vernetzen. Kernstück war ein digitaler Cannabis-Ausweis, der Rezepte per Blockchain fälschungssicher machen sollte.
| Steckbrief | Jibbit |
|---|---|
| Unternehmen | Jibbit GmbH |
| Sitz | Monheim am Rhein |
| Bekannt geworden | um 2018 |
| Idee | Cannabis-Community trifft Blockchain |
| Angekündigt | App, Cannabis-Ausweis, Marktplatz, eigener Token |
| Heutiger Status | öffentlich nicht dokumentiert |
Was Jibbit angekündigt hat
Die Pläne waren ambitioniert und gingen weit über eine einzelne App hinaus. Patient:innen sollten über die App Ärzt:innen finden, die Cannabis verschreiben, und anschließend Apotheken mit passendem Bestand. Dazu kam ein Marktplatz für Zubehör ohne THC, aufgebaut als Plattform für verschiedene Händler. Bezahlt werden sollte unter anderem mit einer eigenen Kryptowährung, die über einen Token-Verkauf finanziert wurde.
- App für Ärzt:innen und Patient:innen
- Digitaler Cannabis-Ausweis per Blockchain
- Fälschungssichere Rezepte
- Marktplatz für Zubehör ohne THC
- Eigener Krypto-Token
Wie sollte der digitale Cannabis-Ausweis funktionieren?
Die Grundidee war, ein Rezept und den Nachweis der Patienteneigenschaft in einer Blockchain zu speichern. Ärzt:innen hätten dort festlegen können, wie lange der Ausweis gültig ist. Patient:innen sollten damit gegenüber Polizei und Behörden belegen können, dass sie ihr Cannabis legal besitzen. Apotheken hätten nur die Informationen erhalten, die sie für die Abgabe brauchen.
Das Problem: Rezeptfälschungen
Begründet wurde die Idee mit gefälschten Rezepten, die damals ein bekanntes Problem waren. Cannabis fiel noch unter das Betäubungsmittelgesetz, und Rezepte wurden auf Papier ausgestellt. Für Apotheken war es schwer zu prüfen, ob ein Rezept echt ist. Eine Blockchain sollte das lösen, weil einmal gespeicherte Einträge nicht unbemerkt verändert werden können. Gleichzeitig hatten viele Patient:innen damals Schwierigkeiten, überhaupt eine Ärztin oder einen Arzt zu finden, der Cannabis verschreibt. Die App sollte beide Probleme auf einmal lösen.
Blockchain einfach erklärt
Eine Blockchain ist eine Art digitales Kassenbuch, das auf vielen Rechnern gleichzeitig gespeichert wird. Jeder neue Eintrag baut auf dem vorherigen auf, nachträgliche Änderungen fallen sofort auf. Bekannt wurde die Technik durch Kryptowährungen wie Bitcoin. Im Gesundheitswesen hat sie sich bisher kaum durchgesetzt, weil Datenschutz und Anbindung an bestehende Systeme schwierig sind. Gesundheitsdaten gehören zu den sensibelsten Daten überhaupt und dürfen nicht dauerhaft und unlöschbar gespeichert werden. Genau das widerspricht aber dem Grundprinzip einer Blockchain, in der Einträge gerade nicht mehr entfernt werden sollen. Hinzu kommt, dass Praxen und Apotheken längst an eigene, staatlich geregelte Systeme angebunden sind.
Schon gewusst? Das Unternehmen bezeichnete seinen Token als erste deutsche und europäische Cannabis-Kryptowährung. Die Umsatzprognosen aus der damaligen Pressemitteilung waren reine Erwartungen, belegte Zahlen dazu gibt es nicht.
Was wurde aus Jibbit?
Ob und in welchem Umfang die App tatsächlich umgesetzt wurde, ist öffentlich kaum dokumentiert. Die meisten Quellen stammen aus der Zeit der Ankündigungen und sind Pressemitteilungen oder Beiträge aus der Krypto-Community. Aktuelle Berichte über einen laufenden Betrieb, eine Übernahme oder eine Schließung haben wir nicht gefunden. Wer verlässliche Informationen braucht, sollte das Handelsregister prüfen. Auch die Umsatzerwartungen aus der Pressemitteilung lassen sich nicht überprüfen. Wir haben deshalb nur die Angaben übernommen, die aus den Unterlagen des Unternehmens selbst hervorgehen.
Das Projekt steht damit für eine Phase, in der viele Start-ups Cannabis mit Krypto verbinden wollten. Die Idee, Rezepte zu digitalisieren, war richtig, der Weg über die Blockchain hat sich aber nicht durchgesetzt. Investitionen in solche Projekte waren mit hohen Risiken verbunden, ähnlich wie bei vielen Cannabis Aktien.
Cannabis und Krypto: ein Trend jener Zeit
Mit dieser Idee war das Monheimer Start-up nicht allein. Ende der 2010er-Jahre sammelten weltweit zahlreiche Projekte über sogenannte Initial Coin Offerings Geld ein, oft nur auf Basis eines Whitepapers. Auch im Cannabis-Bereich entstanden mehrere Token, die Zahlungen ohne Banken ermöglichen sollten. Die Finanzaufsicht BaFin warnte damals ausdrücklich vor den Risiken solcher Token-Verkäufe bis hin zum Totalverlust. Viele dieser Projekte sind inzwischen vom Markt verschwunden.
- Finanzierung über Token-Verkäufe
- Oft nur Whitepaper als Grundlage
- Hohe Risiken für Anleger:innen
- Viele Projekte heute verschwunden
Merke dir: Einen Cannabis-Ausweis auf Blockchain-Basis gibt es heute nicht. Als Nachweis für Patient:innen dienen Rezept, Verpackung aus der Apotheke und gegebenenfalls eine ärztliche Bescheinigung.
Jibbitz mit Hanfblatt: Crocs-Anstecker
Die zweite Bedeutung hat mit Cannabis selbst nichts zu tun. Jibbitz ist der Markenname für die kleinen Anstecker, mit denen man die Löcher von Crocs-Schuhen verziert. Gegründet wurde die Marke von Sheri und Rich Schmelzer in Colorado, Crocs kündigte die Übernahme von Jibbitz im Oktober 2006 an. Heute gehören die Anstecker fest zum Sortiment von Crocs und sind in unzähligen Motiven erhältlich. Laut Medienberichten entstanden die ersten Anstecker zu Hause, als Sheri Schmelzer die Crocs ihrer Kinder verzieren wollte. Aus der Bastelidee wurde innerhalb kurzer Zeit ein Geschäft, das Crocs schließlich übernahm. Die Geschichte gilt bis heute als Paradebeispiel dafür, wie aus einem kleinen Zubehörteil eine eigene Marke werden kann.
Hanfblatt, Joint und 420
Wer nach „Jibbitz Cannabis“ oder „Jibbit Joint“ sucht, meint Anstecker mit Hanfblatt, Joint oder „420“-Schriftzug. Solche Motive findest du vor allem bei Drittanbietern und auf Online-Marktplätzen. Streng genommen sind das dann keine Jibbitz, sondern kompatible Schuhanstecker, denn Jibbitz ist eine geschützte Marke. Was hinter der Zahl steckt, erklären wir unter 420 Bedeutung.
Jibbitz anbringen
- Anstecker mit dem Knopf nach hinten halten
- Knopf schräg in das Loch drücken
- Rand des Lochs leicht dehnen
- Sitz durch leichtes Ziehen prüfen
Zum Entfernen drückst du den Knopf von innen wieder heraus. Bei weichen Modellen geht das ohne Werkzeug. Achte darauf, dass kleine Anstecker nicht in Kinderhände gelangen, da sie verschluckt werden können. Bei günstigen Ansteckern von Drittanbietern lohnt außerdem ein Blick auf Material und Verarbeitung, damit der Knopf nicht schon nach wenigen Tagen abbricht.

Digitale Rezepte heute: ganz ohne Blockchain
Was damals per Blockchain gelöst werden sollte, ist heute auf anderem Weg Alltag. Seit dem Medizinal-Cannabisgesetz ist Cannabis kein Betäubungsmittel mehr, ein normales Rezept genügt. Das Rezept kann nach einer telemedizinischen Behandlung ausgestellt werden, und Apotheken prüfen es über etablierte Wege. Die geplante Änderung des Gesetzes sieht allerdings vor, die Erstverordnung von Blüten wieder an einen persönlichen Arztkontakt zu knüpfen, beschlossen ist das bisher nicht.
- Online-Fragebogen statt Wartezimmer
- Ärztliche Prüfung digital
- Rezept direkt an die Apotheke
- Lieferung nach Hause
E-Rezept statt Blockchain
Für die Fälschungssicherheit sorgt heute vor allem das E-Rezept. Es wird über die gesicherte Telematikinfrastruktur des Gesundheitswesens übertragen und kann in der Apotheke digital eingelöst werden. Bei Kassenrezepten ist das E-Rezept inzwischen Standard, Privatrezepte werden je nach Praxis oder Plattform digital oder auf Papier ausgestellt. Damit ist das zentrale Ziel von damals erreicht, nur mit staatlich geregelter Technik statt einer Kryptowährung.
Nachweis unterwegs für Patient:innen
Der geplante Ausweis sollte vor allem bei Polizeikontrollen helfen. Auch heute ist es sinnvoll, als Patient:in einen Nachweis dabeizuhaben, denn medizinisches Cannabis unterliegt anderen Regeln als Cannabis zum Freizeitkonsum. Bewahre dein Cannabis in der Originalverpackung der Apotheke mit dem Etikett auf. Eine Kopie des Rezepts oder eine ärztliche Bescheinigung erleichtern die Erklärung im Ernstfall.
- Originalverpackung der Apotheke
- Kopie des Rezepts
- Ärztliche Bescheinigung
- Bei Reisen: Regeln vorab prüfen
Wie das im Detail funktioniert, liest du unter Cannabis online bestellen. Einen Vergleich verschiedener Plattformen findest du unter Cannabis Rezept Anbieter.
Häufige Fragen zu Jibbit und Jibbitz
Kurze Antworten auf die häufigsten Fragen.
Was ist Jibbit?
Jibbit war ein Start-up aus Monheim am Rhein, das Cannabis-Rezepte per Blockchain digitalisieren wollte. Der heutige Status ist nicht öffentlich dokumentiert.
- Jibbit GmbH, Monheim
- Blockchain-Cannabis-Ausweis
- Eigener Krypto-Token
Was sind Jibbitz?
Jibbitz sind Anstecker für Crocs-Schuhe. Die Marke gehört seit der Übernahme zu Crocs.
- Deko für Crocs
- Viele Motive
- Geschützte Marke
Gibt es Jibbitz mit Hanfblatt?
Anstecker mit Hanfblatt oder Joint gibt es vor allem von Drittanbietern. Sie sind reine Deko und enthalten kein Cannabis.
- Meist Drittanbieter
- Kompatibel mit Crocs
- Kein Bezug zu THC
Wie bringe ich Jibbitz an?
Du drückst den Knopf auf der Rückseite einfach in eines der Löcher deiner Crocs. Zum Abnehmen schiebst du ihn von innen wieder heraus.
- Kein Werkzeug nötig
- Jederzeit austauschbar
- Nicht für Kleinkinder
Gibt es die Jibbit-App noch?
Aktuelle Informationen zu einem laufenden Betrieb haben wir nicht gefunden. Digitale Rezepte bekommst du heute über Telekliniken.
- Status unklar
- Telekliniken als Alternative
- Rezept über Apotheke
Jibbit heute: digitale Cannabis-Rezepte bei CannaZen
Ärzt:innen, Patient:innen und Apotheken digital zu verbinden, klappt heute ohne Token und Blockchain. Bei CannaZen füllst du den medizinischen Fragebogen online aus, danach entscheidet eine Ärztin oder ein Arzt über das Rezept. Die Blüten verschickt eine Partner-Apotheke, meist kommen sie nach ein bis zwei Werktagen an. Bei Fragen zur Therapie hilft dir das Team weiter.































