Bedrocan vs Bediol: THC, CBD & was ist der Unterschied?
Die Wahl des richtigen Cannabisprodukts ist für viele Patienten eine wichtige Entscheidung: besonders wenn es um medizinische Anwendungen geht. Bedrocan und Bediol sind zwei Klassiker unter den standardisierten Cannabisblüten aus den Niederlanden, die sich jedoch erheblich in ihrer Zusammensetzung unterscheiden. Während Bedrocan durch seinen hohen THC-Gehalt besticht, bietet Bediol ein ausgewogenes Verhältnis zwischen THC und CBD. In diesem Guide erfährst du, welches Produkt für deine Bedürfnisse das Richtige sein könnte.
Was ist Bedrocan: und was Bediol?
Beide Produkte stammen vom niederländischen Hersteller Bedrocan International und sind standardisierte Cannabisblüten, die als Rezepturarzneimittel in Deutschland verordnet werden können. Der entscheidende Unterschied liegt im Wirkstoffprofil.
Bedrocan enthält rund 22 % THC und weniger als 1 % CBD: Es ist ein hochpotentes, THC-dominantes Produkt. Bediol hingegen kombiniert etwa 6 % THC mit rund 8 % CBD und gilt damit als ausgewogenes Verhältnis beider Cannabinoide.
Bedrocan richtet sich vor allem an Patienten, bei denen eine starke THC-Wirkung therapeutisch erwünscht ist: etwa bei starken Schmerzen oder bestimmten neurologischen Beschwerden. Bediol eignet sich eher für Einsteiger oder Patienten, die eine moderatere psychoaktive Wirkung bevorzugen, da CBD den THC-Effekt teilweise abmildert. Wer mehr über die Wirkung von CBD erfahren möchte, findet weitere Informationen unter CBD Öl: Wirkung, Dosierung & welches ist das beste?
THC, CBD & Wirkungsunterschiede im Vergleich
Die unterschiedlichen Cannabinoid-Profile führen zu spürbar verschiedenen Effekten im Alltag. Hier ein direkter Vergleich der wichtigsten Merkmale:
- THC-Gehalt: Bedrocan ~22 %: Bediol ~6 %
- CBD-Gehalt: Bedrocan unter 1 %: Bediol ~8 %
- Psychoaktivität: Bedrocan stark ausgeprägt: Bediol deutlich moderater
- Entourage-Effekt: stärker bei Bediol durch THC-CBD-Zusammenspiel
- Anwendungsgebiet: Bedrocan bei Schmerzen, Spastik; Bediol bei Angst
Besonders relevant ist der sogenannte Entourage-Effekt: CBD kann die psychoaktiven Nebenwirkungen von THC: wie Angst oder Herzrasen: abschwächen. Das macht Bediol für viele Patienten verträglicher, insbesondere für jene, die Cannabis bei Angststörungen einsetzen. Mehr zur Verstoffwechselung von THC erklärt dieser Artikel zur Cannabis Pharmakokinetik: Wie wird THC abgebaut & wie lang?

Wie werden Bedrocan und Bediol angewendet?
Beide Produkte werden als getrocknete Blüten geliefert und können inhaliert (per Vaporizer) oder als Tee zubereitet werden. Das Rauchen ist aus medizinischer Sicht nicht empfohlen. Die genaue Dosierung legt der behandelnde Arzt individuell fest: Selbstmedikation ist weder legal noch sinnvoll.
Wegen des höheren THC-Gehalts sollte Bedrocan grundsätzlich mit besonderer Vorsicht und unter ärztlicher Begleitung eingesetzt werden: gerade bei Patienten ohne Vorerfahrung mit Cannabis.
Bediol eignet sich aufgrund seines ausgewogenen Profils häufig als Einstieg in die medizinische Cannabistherapie. Wer sich zusätzlich für CBD-Produkte ohne Verschreibungspflicht interessiert, findet relevante Informationen zu Angststörungen sowie zu CBD bei Psoriasis: Hilft Cannabis gegen Hauterkrankungen?

Häufige Fragen zu Bedrocan vs Bediol
Was ist der Unterschied zwischen Bedrocan und Bediol?
Bedrocan ist mit rund 22 % THC und unter 1 % CBD ein hochpotentes, THC-dominantes Präparat, während Bediol mit etwa 6 % THC und 8 % CBD ein ausgewogenes Verhältnis beider Cannabinoide bietet. Dadurch wirkt Bedrocan deutlich stärker psychoaktiv als das mildere Bediol.
- Bedrocan: ~22% THC
- Bediol: ausgewogenes THC-CBD
- Bedrocan stärker psychoaktiv
Kann ich selbst zwischen Bedrocan und Bediol wählen?
Nein, beide Produkte sind verschreibungspflichtige Arzneimittel, deren Auswahl allein der behandelnde Arzt anhand von Krankheitsbild, Vorgeschichte und Therapieziel trifft. Patienten können ihre Präferenzen aber offen mit dem Arzt besprechen.
- Verschreibungspflichtige Arzneimittel
- Arzt entscheidet über Auswahl
- Präferenzen besprechbar
Ist Bediol besser für Erstanwender geeignet als Bedrocan?
In vielen Fällen ja, da der niedrigere THC-Gehalt und höhere CBD-Anteil in Bediol die Verträglichkeit für Patienten ohne Cannabiserfahrung verbessern. Bedrocan mit seinen rund 22 % THC kommt häufig erst zum Einsatz, wenn moderatere Präparate nicht ausreichend wirken.
- Bediol verträglicher für Einsteiger
- Geringeres Nebenwirkungsrisiko
- Bedrocan als Steigerung später
Wie hoch ist der THC-Gehalt von Bedrocan?
Bedrocan enthält standardisiert rund 22 % THC bei einem CBD-Gehalt von unter 1 %, was einem THC-CBD-Verhältnis von etwa 22:1 entspricht. Dieser hohe THC-Anteil sorgt für eine deutlich spürbare psychoaktive Wirkung.
- THC-Gehalt ca. 22%
- CBD unter 1%
- Verhältnis rund 22 zu 1
Welche Wirkung hat Bediol bei Angststörungen?
Dank des ausgewogenen THC-CBD-Verhältnisses wird Bediol auch bei Angst und entzündlichen Beschwerden eingesetzt, da CBD die psychoaktiven Nebenwirkungen von THC wie Angst oder Herzrasen abschwächen kann. Das macht das Präparat für Patienten mit Angststörungen oft verträglicher.
- Auch bei Angst einsetzbar
- CBD mildert THC-Nebenwirkungen
- Insgesamt verträglicheres Profil
Wie werden Bedrocan und Bediol angewendet?
Beide Produkte werden als getrocknete Blüten geliefert und per Vaporizer inhaliert oder als Tee zubereitet, während Rauchen aus medizinischer Sicht nicht empfohlen wird. Die genaue Dosierung legt stets der behandelnde Arzt individuell fest.
- Inhalation per Vaporizer
- Zubereitung als Tee möglich
- Dosierung vom Arzt festgelegt
































