CBG Cannabigerol: Wirkung, Dosierung & Anwendung

Zuletzt aktualisiert: 5. Juni 2026

Wer sich intensiver mit Cannabis beschäftigt, stößt früher oder später auf Cannabis Eigenbedarf: 25g, 3 Pflanzen & wieviel darf ich besitzen? – und dabei auch auf die Frage, welche Cannabinoide überhaupt im Spiel sind. CBG Cannabigerol Wirkung ist ein Thema, das zunehmend in den Fokus rückt, denn CBG gilt als die „Mutter aller Cannabinoide”. Im Gegensatz zu THC wirkt es nicht psychoaktiv, zeigt aber interessante Eigenschaften, die Forscher und Anwender gleichermaßen neugierig machen. In diesem Artikel erklären wir, was CBG ist, wie es wirkt, wie man es dosiert und welche Anwendungsformen es gibt.

Was ist CBG – Cannabigerol?

Cannabigerol, kurz CBG, ist ein natürlich vorkommendes Cannabinoid in der Cannabispflanze. Es wird oft als Vorläufer-Cannabinoid bezeichnet, weil aus der CBG-Säure (CBGA) durch enzymatische Prozesse andere Cannabinoide wie THC, CBD und CBC entstehen. In ausgereiften Pflanzen ist CBG daher meist nur in geringen Mengen vorhanden – häufig unter einem Prozent des gesamten Cannabinoidgehalts. Züchter arbeiten derzeit daran, CBG-reiche Sorten zu entwickeln, die höhere Konzentrationen dieses Cannabinoids liefern. Anders als Kush Mints: 25% THC, Minz-Geschmack & Wirkung bekannte THC-dominante Sorten enthalten CBG-Sorten kaum psychoaktive Stoffe.

Aufbau Cannabispflanze Infografik Patienten

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CBG Wirkung: Was bewirkt Cannabigerol im Körper?

CBG interagiert mit dem Endocannabinoid-System des menschlichen Körpers, bindet jedoch anders als THC an die Cannabinoid-Rezeptoren CB1 und CB2. Es wirkt als partieller Agonist an beiden Rezeptoren, was bedeutet, dass es eine moderate Aktivierung auslöst, ohne die typische Euphorie von THC zu erzeugen. Darüber hinaus beeinflusst CBG das Serotonin-System sowie Alpha-2-Adrenorezeptoren, was potenziell stimmungsaufhellende und entspannende Effekte erklären könnte. Erste Studien – überwiegend im Tiermodell – deuten auf folgende mögliche Wirkungen hin:

  • Entzündungshemmende Eigenschaften
  • Antibakterielle Wirkung, auch gegen resistente Keime
  • Neuroprotektive Effekte
  • Appetitstimulierung
  • Drucksenkende Wirkung am Auge (relevant bei Glaukom)
  • Mögliche Unterstützung bei Blasenfunktionsstörungen

Es ist wichtig zu betonen, dass die meisten dieser Erkenntnisse noch aus Vorstudienphasen stammen. CBG ist kein zugelassenes Heilmittel und ersetzt keine ärztliche Behandlung. Wer sich für die Wirkung verschiedener Cannabinoide interessiert, kann auch einen Blick auf Dark Star Sorte: THC, Wirkung & Indica-Effekte werfen, um den Unterschied zu THC-dominanten Sorten zu verstehen.

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CBG Dosierung: Wie viel ist sinnvoll?

Eine universell gültige CBG-Dosierung existiert nicht, da Faktoren wie Körpergewicht, individuelle Empfindlichkeit und das verwendete Produkt eine große Rolle spielen. Grundsätzlich empfiehlt sich der Einstieg mit einer niedrigen Dosis, um die persönliche Verträglichkeit zu testen. Als grobe Orientierung gelten folgende Richtwerte:

  • Einsteiger: 5–10 mg CBG täglich
  • Fortgeschrittene: 15–25 mg täglich
  • Erfahrene Anwender: 25–50 mg täglich, je nach Anwendungszweck

Das Prinzip „start low, go slow” gilt auch hier: Wer mit einer kleinen Menge beginnt und die Reaktion seines Körpers beobachtet, kann die Dosis schrittweise anpassen. Da CBG nicht psychoaktiv ist, ist das Risiko unerwünschter Rauschzustände nicht gegeben – dennoch können individuelle Reaktionen wie Müdigkeit oder Mundtrockenheit auftreten. Interessant ist auch der Vergleich mit anderen Aufnahmemethoden, etwa über THC Snus: Wirkung, legal & wie viel mg sind sinnvoll?, wo ähnliche Dosierungsfragen relevant sind.

CBG Anwendung: Welche Formen gibt es?

CBG ist mittlerweile in verschiedenen Produktformen erhältlich, die unterschiedliche Anwendungszwecke und Aufnahmewege bieten. Die gängigsten Formen sind:

  • CBG-Öl: Die verbreitetste Form – einige Tropfen unter die Zunge, schnelle Aufnahme über die Mundschleimhaut
  • CBG-Kapseln: Praktisch und diskret, mit gleichmäßiger Dosierung
  • CBG-Blüten: CBG-reiche Hanfblüten zum Verdampfen oder als Tee
  • CBG-Isolat: Reines CBG-Pulver, das sich Lebensmitteln oder Getränken beimischen lässt
  • Kombinationsprodukte: CBG zusammen mit CBD oder anderen Cannabinoiden für einen sogenannten Entourage-Effekt

Besonders interessant ist die Kombination von CBG mit anderen Cannabinoiden. Ähnlich wie bei Phantom Cookies: Genetik, THC & Geschmack oder Cape Fear: THC, Indica-Effekt & was bewirkt sie? zeigt sich, dass das Zusammenspiel verschiedener Pflanzenstoffe oft stärker wirkt als einzelne isolierte Substanzen. Bei der Wahl des richtigen Produkts sollte auf Laboranalysen und seriöse Hersteller geachtet werden.

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Häufige Fragen

Macht CBG high?

Nein, CBG macht nicht high. Cannabigerol ist ein nicht-psychoaktives Cannabinoid, das zwar mit den Cannabinoid-Rezeptoren im Gehirn interagiert, aber keine Euphorie oder Rauschzustände auslöst. Es eignet sich daher auch für Menschen, die die therapeutischen Eigenschaften von Cannabis nutzen möchten, ohne mentale Beeinträchtigungen zu erleben.

CBG, das aus Nutzhanf mit einem THC-Gehalt unter dem gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwert gewonnen wird, ist in Deutschland derzeit legal erhältlich. Es fällt nicht unter das Betäubungsmittelgesetz, solange der THC-Gehalt im Endprodukt die zulässigen Grenzwerte nicht überschreitet. Dennoch empfiehlt es sich, vor dem Kauf die aktuellen gesetzlichen Regelungen zu prüfen, da sich rechtliche Rahmenbedingungen ändern können.

Wie lange dauert es, bis CBG wirkt?

Die Wirkungsdauer bis zum Einsetzen hängt stark von der gewählten Anwendungsform ab. CBG-Öl unter der Zunge wirkt in der Regel nach 15 bis 45 Minuten, da es direkt über die Mundschleimhaut aufgenommen wird. Kapseln oder Lebensmittel mit CBG benötigen länger – oft 60 bis 90 Minuten –, da der Verdauungsweg durchlaufen werden muss. Verdampfte CBG-Blüten zeigen die schnellste Wirkung, häufig schon innerhalb weniger Minuten.

JV

Julia Vogel

Biologin M.Sc. – Phytochemie

Julia studierte Biologie mit Schwerpunkt Phytochemie und erklärt komplexe Wirkungsmechanismen von Cannabinoiden verständlich und wissenschaftlich fundiert.