Jim Belushi: Hollywood-Star, Farmer und Verfechter von medizinischem Cannabis
Jim Belushi ist vielen bekannt als Schauspieler, Komiker und Musiker: Doch seit einigen Jahren ist er auch einer der sichtbarsten Cannabis-Farmer in den USA. Mit seiner Marke „Belushi’s Farm“ gehört er zu den bekanntesten Cannabismarken von Prominenten, und mit der TV-Doku „Growing Belushi“ hat er den legalen Anbau in Oregon einem Millionenpublikum gezeigt. Im Kreis der Stars und Cannabis ist er einer der wenigen, die selbst auf dem Feld stehen. Dieses Porträt zeichnet nach, wie er vom Comedian zum Botschafter für Cannabis in den USA wurde und warum ihn der Tod seines Bruders John bis heute antreibt. Zurück zu allen Cannabis Legenden.
- Wer ist Jim Belushi?
- James Belushi und Jim Belushi: Ein und dieselbe Person
- Jim Belushi Filme und Serien im Überblick
- Belushi’s Farm: Vom Schauspieler zum Anbauer
- Captain Jack und die Sorten von Belushi’s Farm
- Growing Belushi: Die Serie über die Farm
- Motivation: Persönliche Verluste und Heilung
- Medizinischer Einsatz und soziale Verantwortung
- Was bedeutet das für Patient*innen in Deutschland?
- Häufige Fragen zu Jim Belushi
- Jim Belushi heute: Farmer, Schauspieler und Botschafter
Wer ist Jim Belushi?
Geboren wurde er am 15. Juni 1954 als James Adam Belushi im Großraum Chicago geboren und wuchs in Wheaton, Illinois, auf. Sein Vater Adam stammte aus Albanien, seine Mutter Agnes war die Tochter albanischer Einwanderer in Ohio. Jim hat drei Geschwister: die Schwester Marian, den jüngeren Bruder Billy und den älteren Bruder John Belushi. John war ein Comedystar von Saturday Night Live und bildete gemeinsam mit Dan Aykroyd die Blues Brothers.
John starb im März 1982 mit nur 33 Jahren in Los Angeles an einer Überdosis. Jim beschrieb den Verlust später als Handgranate, die in die Familie geworfen wurde. Wenig später stand er selbst bei Saturday Night Live auf der Bühne, von 1983 bis 1985. Danach folgten Filme wie Die Glücksritter, Salvador, Red Heat und Mein Partner mit der kalten Schnauze (Originaltitel K-9).
- Geboren bei Chicago
- Bruder von Comedy-Ikone John Belushi
- Albanisch-amerikanische Familie
- Vom Schauspieler zum Cannabis-Farmer
James Belushi und Jim Belushi: Ein und dieselbe Person
Viele suchen nach „James Belushi“ und fragen sich, ob das ein anderer Schauspieler ist. Die Antwort ist einfach: James ist sein voller Vorname, Jim die gängige Kurzform. In älteren Filmen und vor allem im deutschen Abspann stand oft „James Belushi“, später setzte sich „Jim“ durch. Gemeint ist immer derselbe Mann aus Chicago.
Jim Belushi Filme und Serien im Überblick
Seinen größten Erfolg im Fernsehen feierte er mit der Sitcom „According to Jim“, in Deutschland bekannt als „Immer wieder Jim“. Die Serie lief acht Staffeln lang beim US-Sender ABC und machte ihn auch hierzulande zum Gesicht des gutmütigen Familienvaters. Später überraschte er Fans in einer Nebenrolle in der dritten Staffel von Twin Peaks. Ganz aufgehört hat er mit der Schauspielerei bis heute nicht.
Belushi’s Farm: Vom Schauspieler zum Anbauer
Den Ort für seine Farm fand Belushi bei einem Familienurlaub im Süden Oregons. In Eagle Point am Rogue River baute er sich zunächst ein Rückzugshaus, 2015 begann er dort mit dem Cannabisanbau. Laut Berichten startete er mit 48 Pflanzen im Rahmen des medizinischen Programms von Oregon. Nach und nach kaufte er Nachbarland dazu, bis das Gelände rund 93 Acres groß war, das sind etwa 38 Hektar.
Heute wachsen auf der Farm Sorten in Gewächshäusern, getrocknet und verpackt wird vor Ort. Belushi kümmert sich nach eigener Aussage selbst um Gewächshaus, Trockenraum und fertiges Produkt und setzt gegen Blattläuse auf Marienkäfer statt Chemie. Die Arbeit mit den Händen in der Erde beschreibt er als etwas, das ihn erdet. Wie legal Cannabis in Oregon ist, zeigt dir unsere Übersicht der US-Bundesstaaten Legalisierung.
- Rund 93 Acres am Rogue River
- Start mit 48 Pflanzen
- Gewächshäuser, Trocknung, Verpackung vor Ort
- Produkte in mehreren US-Staaten
Captain Jack und die Sorten von Belushi’s Farm
Die berühmteste Sorte der Farm ist Captain Jack’s Gulzar Afghanica. Hinter dem Namen steckt eine Geschichte aus den Siebzigern: Ein Mann, den alle nur Captain Jack nannten, soll Samen aus Afghanistan mitgebracht haben. Genau dieses Gras sollen John Belushi und Dan Aykroyd geraucht haben, während sie für Saturday Night Live schrieben. Wer mehr über diese Linie wissen will, findet Hintergründe bei den Afghani Sorten.
Daneben baut Belushi Klassiker wie Cherry Pie an, die er augenzwinkernd „den Eheberater“ nennt, sowie Black Diamond OG. Mit einer Sorte namens Blues Brothers verbeugt er sich vor dem Kultfilm seines Bruders. Verkauft werden die Produkte über lizenzierte Händler in den USA, in Deutschland sind sie nicht erhältlich.
Schon gewusst? Belushi nennt den Duft von Captain Jack „the smell of SNL“. Für ihn ist die Sorte ein Stück Familiengeschichte, das er heute auf seiner eigenen Farm weiterzieht.
Growing Belushi: Die Serie über die Farm
Ab Sommer 2020 lief bei Discovery die Doku-Serie „Growing Belushi“. In drei Staffeln begleitet die Kamera Jim, seinen Cousin Chris und das Team auf der Farm. Dan Aykroyd schickt ihn in der ersten Staffel auf eine „Mission von Gott“ nach Kolumbien, um seltene Sorten aufzuspüren. Auch Judy Belushi, Johns Witwe, und die Blues Brothers haben Auftritte.
Die Serie zeigt nicht nur die schönen Seiten. In der dritten Staffel zerstört ein Feuer die Scheune und den Trockenraum der Farm, ein schwerer wirtschaftlicher Schlag. Gerade diese ehrlichen Momente machen die Serie sehenswert. Weitere Dokus zum Thema findest du auf ZenTV Dokus.
- Discovery, drei Staffeln
- Gastauftritte von Dan Aykroyd
- Kolumbien-Reise auf Sortensuche
- Brand in Scheune und Trockenraum
Motivation: Persönliche Verluste und Heilung
Der frühe Tod seines Bruders John war für Jim ein Wendepunkt. In einem Beitrag in sozialen Medien schrieb er sinngemäß, John wäre heute noch am Leben, wenn er nur gekifft hätte. Gegenüber der Nachrichtenagentur AP sagte er: Wenn man in den 70ern gewusst hätte, was man heute weiß, wären mehr Menschen noch am Leben, darunter sein Bruder. Ehrlicherweise räumt er auch ein, dass Cannabis bei John eine Rolle auf dem Weg zu anderen Drogen gespielt habe.
In der Serie „Growing Belushi“ spricht er offen über eigene Traumata und schwere Phasen. Cannabis sieht er als sanftere Alternative zu Opioiden oder zu viel Alkohol, gerade für Menschen mit Traumafolgen und für Veteranen. Das ist seine persönliche Sicht und kein medizinischer Beweis. Ob Cannabis bei Beschwerden wie Cannabis bei PTBS helfen kann, klärst du immer mit ärztlicher Begleitung.
- Johns Drogentod als Auslöser
- Cannabis statt Opioide als Haltung
- Einsatz gegen das Stigma
Merke dir: Promi-Geschichten können Mut machen, ersetzen aber keine Diagnose. Ob medizinisches Cannabis für dich in Frage kommt, entscheidet eine Ärztin oder ein Arzt.
Medizinischer Einsatz und soziale Verantwortung
Belushi ist Botschafter des Last Prisoner Project. Die Organisation setzt sich dafür ein, dass Menschen freikommen, die wegen gewaltfreier Cannabisdelikte im Gefängnis sitzen, während andere mit legalem Cannabis Geld verdienen. Seine Serie nutzte er, um auf dieses Anliegen aufmerksam zu machen. Auch auf Branchenkonferenzen spricht er sich für weitere Reformen aus.
Außerdem tritt er für kleine Farmer ein, die im Wettbewerb mit großen Konzernen bestehen müssen. Mit ähnlich viel Humor wie Tommy Chong verbindet er Unterhaltung mit politischer Botschaft. Seine Farm präsentiert er dabei bewusst als Ort, an dem Cannabis mit Sorgfalt und Respekt angebaut wird.
- Botschafter des Last Prisoner Project
- Aufklärung über medizinische Anwendung
- Stimme für kleine Produzenten
Was bedeutet das für Patient*innen in Deutschland?
Belushis Produkte kannst du in Deutschland nicht kaufen, denn hier gelten eigene Regeln. Medizinisches Cannabis bekommst du nur mit ärztlichem Rezept über eine Apotheke. Viele Sorten aus der US-Szene gibt es aber in ähnlicher Genetik auch hierzulande von zugelassenen Herstellern. Wenn du wissen möchtest, ob eine Therapie für dich passt, kannst du eine Cannabis Behandlung anfragen.
Häufige Fragen zu Jim Belushi
Das wollen Leserinnen und Leser über den Schauspieler und Farmer am häufigsten wissen.
Was macht Jim Belushi heute?
Er betreibt seine Cannabisfarm in Oregon und steht weiter vor der Kamera. Aktuell moderiert er bei A&E die Reihe K9 PD with Jim Belushi.
- Farmer in Eagle Point
- Filme wie Song Sung Blue
- Moderator bei A&E
Woran ist John Belushi gestorben?
John Belushi starb im März 1982 in Los Angeles an einer Drogenüberdosis. Er wurde nur 33 Jahre alt.
- Tod mit 33 Jahren
- Überdosis in Los Angeles
- Schock für die ganze Familie
Mit wem war Jim Belushi verheiratet?
Dreimal, zuletzt mehr als zwei Jahrzehnte mit Jennifer Sloan. Er hat drei Kinder, darunter Schauspieler Robert Belushi.
- Sandra Davenport
- Marjorie Bransfield
- Jennifer Sloan
Wo liegt die Farm von Jim Belushi?
Belushi’s Farm liegt in Eagle Point im Süden Oregons am Rogue River. Das Gelände ist rund 93 Acres groß.
- Eagle Point, Oregon
- Direkt am Rogue River
- Etwa 38 Hektar
Ist Jim Belushi der Bruder von John Belushi?
Ja, John war sein älterer Bruder. Gemeinsam mit Dan Aykroyd bildete John die Blues Brothers.
- John war der Ältere
- Geschwister Marian und Billy
- Jim tritt als Brother Zee auf
Jim Belushi heute: Farmer, Schauspieler und Botschafter
Vom Serienstar zum Farmer: Belushi redet offen über Cannabis, über den Tod seines Bruders und über seine eigenen schweren Phasen. Bei ihm hängt das Thema eng mit Familie, Verlust und Neuanfang zusammen. Dabei bleibt er Schauspieler: Zuletzt war er unter anderem in Song Sung Blue und in The Chronology of Water als Schriftsteller Ken Kesey zu sehen. Bei Konzerten der Blues Brothers tritt er als Brother Zee auf und hält damit auch das Erbe seines Bruders lebendig.
Mit Farm, Serie und Auftritten hat er sich eine Bühne geschaffen, auf der er mit Humor über ein ernstes Thema spricht. Wer verstehen will, wie sich der Blick auf Cannabis in den USA verändert hat, findet in seiner Geschichte ein gutes Beispiel. Und wer selbst über eine medizinische Behandlung nachdenkt, findet bei uns den Weg zum Rezept.
- Schauspieler mit Herz für Aufklärung
- Farmer mit eigener Kultsorte
- Botschafter für faire Cannabispolitik























