Kiffer Namen: Stoner, Boner & woher kommen die?

Zuletzt aktualisiert: 28. Mai 2026

Ob „Stoner”, „Kifferkönig” oder „Bong-Bert” – Kiffer Namen sind ein faszinierendes Stück Cannabiskultur, das weit über bloße Spitznamen hinausgeht. Sie erzählen von Geschichte, Humor und dem Zusammengehörigkeitsgefühl einer Gemeinschaft, die sich lange im Verborgenen organisieren musste. Wer sich für Kiffer News: Legalisierung, Gesetze & aktuelle Infos interessiert, weiß: Mit dem gesellschaftlichen Wandel verändert sich auch die Sprache rund ums Kiffen. Und manche dieser Bezeichnungen haben eine überraschend tiefe Herkunft – davon handelt dieser Artikel.

Was ist eigentlich ein „Stoner”?

Das Wort „Stoner” ist wohl der bekannteste Kiffer-Name weltweit und stammt aus dem englischen Slang. Abgeleitet von „stoned” – also benebelt oder berauscht – beschreibt es jemanden, der regelmäßig Cannabis konsumiert. Der Begriff etablierte sich in den 1960er- und 1970er-Jahren mit der aufkeimenden Hippie- und Gegenkultur in den USA, als Cannabis zum Symbol einer ganzen Generation wurde.

„Stoner zu sein war nie nur eine Gewohnheit – es war eine Haltung, ein Lebensgefühl und ein stilles Bekenntnis zur Gegenkultur.”

Interessant ist, dass „stoned” ursprünglich gar nichts mit Cannabis zu tun hatte. Das Wort bedeutete schlicht „betäubt” oder „wie versteinert” und wurde auf verschiedene Rauschmittel angewendet. Erst durch die Cannabisbewegung wurde es zum festen Begriff. Heute ist „Stoner” weitgehend positiv oder neutral besetzt – auch Prominente wie Snoop Dogg: Der moderne Weed-Pate + ‘Leafs’ by Snoop tragen diesen Ruf als Auszeichnung.

Woher kommt „Kiffer” – und was steckt dahinter?

Das deutsche Wort „Kiffer” leitet sich direkt vom Verb „kiffen” ab, das wiederum aus dem arabischen Begriff „Kef” oder „Kif” stammt. Kif bezeichnet eine Mischung aus Tabak und Haschisch, die in Nordafrika – besonders in Marokko – traditionell geraucht wird.

Über die arabische Welt gelangte der Begriff ins Türkische und von dort ins Deutsche. In Deutschland setzte sich „kiffen” spätestens in den 1970er-Jahren als Umgangssprache durch, als Haschisch aus dem Orient auf den Straßen westeuropäischer Städte ankam. „Kiffer” wurde daraufhin zur natürlichen Bezeichnung für Konsumenten – ohne den negativen Unterton, den etwa das englische „Junkie” hätte.

Der „Boner” – ein Missverständnis auf Reisen

Wer im deutschsprachigen Raum von einem „Boner” hört, denkt oft zunächst an etwas anderes. Im Cannabis-Kontext ist der Begriff jedoch eng mit der Szene verbunden – und das hat historische Gründe. „Boner” leitet sich von „Bone” ab, einem englischen Slangausdruck für einen Joint oder eine Tüte Cannabis.

Im deutschen Raum wurde daraus teils eine eigene Verwendung, die sich von der englischen entfernte: Ein „Boner” wurde in manchen Szenekreisen als jemand bezeichnet, der immer einen Joint dabei hat oder besonders großzügig teilt. Das zeigt, wie Cannabisslang nicht nur übersetzt, sondern aktiv neu interpretiert wird – ähnlich wie politische Themen rund um Cannabis Deutschland: Konsumzahlen & aktuelle Daten von Land zu Land unterschiedlich diskutiert werden.

Cannabis Sorte: Youtube, Kanal, Cannabis, Weed, Hanf

Weitere bekannte Kiffer-Namen und ihre Bedeutung

Die Cannabiskultur ist reich an kreativen Bezeichnungen. Manche sind humorvoll, andere ehrerbietig – und einige spiegeln den rebellischen Geist der Szene wider.

  • Pothead – von „Pot”, englischer Slangbegriff für Cannabis (möglicherweise aus dem portugiesischen „potiguaya”)
  • Toker – von „to toke”, also einen Zug nehmen; betont eher den gelegentlichen Konsum
  • Blazer – von „to blaze”, slangmäßig für das Anzünden eines Joints
  • Mary-Jane-Fan – nach dem Spitznamen „Mary Jane” für Marihuana, selbst eine phonetische Anlehnung an „Marijuana”
  • Grasmann / Grasfrau – deutsche Eigenkreationen, die schlicht auf „Gras” als Bezeichnung für Cannabis hinweisen
  • Hänger – eine eher abwertende deutsche Bezeichnung für jemanden, der zu viel konsumiert und antriebslos wirkt

Diese Vielfalt zeigt, wie lebendig die Sprache der Cannabiskultur ist – von poetisch bis pragmatisch. Selbst Präsidenten haben ihre Geschichte damit: Barack Obama: Der Präsident, der offen über Weed sprach, gehört zu den bekanntesten Persönlichkeiten, die den Stoner-Begriff für sich selbst thematisierten.

„Sprache ist der Spiegel einer Subkultur – und Kiffer-Namen zeigen, wie viel Kreativität, Geschichte und Gemeinschaft in Cannabis stecken.”

Wie prägen Namen das Selbstbild der Szene?

Namen sind nie nur Schall und Rauch – sie formen Identität. Wer sich selbst als „Stoner” bezeichnet, bekennt sich zu einer globalen Kultur mit eigener Musik, Kunst und Lebensweise. Wer „Kiffer” sagt, verortet sich eher im deutschen Sprachraum und in einer langen Tradition des entspannten Konsums. Die Wahl der Bezeichnung sagt viel darüber aus, wie jemand seinen Konsum wahrnimmt – ob als Lifestyle, als Entspannung oder als politisches Statement.

Interessant ist auch, wie Konsumformen das Vokabular beeinflussen: Wer sich zum Beispiel für Vape statt Joint: gesünder, Kosten & lohnt sich der Wechsel? entschieden hat, bezeichnet sich vielleicht lieber als „Vaper” statt als klassischen „Kiffer” – ein Zeichen, dass die Szene im Wandel ist. Auch Kiffer träumen nicht: REM-Schlaf & was die Forschung sagt zeigt, dass sich die Wissenschaft längst mit dem Lebensalltag von Cannabis-Konsumenten beschäftigt.

Cannabis Apotheke: Wiz, Khalifa, Cannabis, Kush, Exklusiv

Fazit

Kiffer Namen wie „Stoner”, „Boner” oder einfach „Kiffer” sind weit mehr als lustige Spitznamen – sie sind linguistische Zeugnisse einer globalen Subkultur mit arabischen, englischen und deutschen Wurzeln. Sie erzählen von Reisen, Revolutionen und einem entspannten Umgang mit einem Thema, das die Gesellschaft seit Jahrzehnten bewegt. Wer die Namen versteht, versteht auch ein Stück der Kultur dahinter.

Häufige Fragen

Woher kommt das Wort „Stoner” genau?

„Stoner” leitet sich vom englischen Wort „stoned” ab, das ursprünglich allgemein für einen Rauschzustand stand. In den 1960er-Jahren wurde der Begriff durch die US-amerikanische Gegenkultur fest mit Cannabis verbunden und ist heute weltweit die bekannteste Bezeichnung für regelmäßige Konsumenten.

Hat „Kiffen” wirklich arabische Wurzeln?

Ja, das Verb „kiffen” stammt vom arabischen Begriff „Kif” oder „Kef”, der eine Mischung aus Tabak und Haschisch bezeichnet. Über Nordafrika und die Türkei gelangte der Begriff nach Europa und fand spätestens in den 1970er-Jahren Eingang in die deutsche Umgangssprache.

Gibt es Unterschiede zwischen deutschen und englischen Kiffer-Namen?

Durchaus. Englische Begriffe wie „Stoner”, „Toker” oder „Blazer” betonen oft einen bestimmten Konsum-Stil oder ein Lebensgefühl. Deutsche Bezeichnungen wie „Kiffer” oder „Grasmann” sind direkter und beschreibender. Die Grenzen verschwimmen zunehmend, da englischer Slang in der deutschen Szene immer selbstverständlicher verwendet wird.

JV

Julia Vogel

Biologin M.Sc. – Phytochemie

Julia studierte Biologie mit Schwerpunkt Phytochemie und erklärt komplexe Wirkungsmechanismen von Cannabinoiden verständlich und wissenschaftlich fundiert.