Mazar-i-Sharif: Sorte, THC-Gehalt & Herkunft erklärt

Zuletzt aktualisiert: 5. Juni 2026

Die Mazar-i-Sharif Cannabis Sorte gehört zu den bekanntesten Landrassen aus Zentralasien und wird seit Jahrzehnten von Züchtern weltweit geschätzt. Sie gilt als klassischer Indica-Vertreter mit tiefer Entspannungswirkung und harzig-erdigen Aromen. Wer mehr über Cannabis Sorten bei Schlafstörungen erfahren möchte oder sich für Cannabis Terpene und ihre Wirkung interessiert, findet Mazar als interessantes Beispiel für eine naturbelassene Genetik.

Herkunft: Wo kommt Mazar-i-Sharif her?

Mazar-i-Sharif ist eine Stadt im Norden Afghanistans – und genau dort liegt der Ursprung dieser Sorte. Die Pflanze wächst dort seit Generationen in einer der traditionsreichsten Haschisch-Regionen der Welt. Afghanischer Haschisch, lokal als „Chars” bekannt, wird seit Jahrhunderten aus harzreichen Pflanzen dieser Region gewonnen.

Die geografischen Bedingungen prägen die Genetik stark: trockenes, kontinentales Klima, intensive Sonneneinstrahlung und karge Böden sorgten dafür, dass sich eine besonders robuste, kompakte Pflanze entwickelte. Mazar ist damit eine echte Landrace – also eine über lange Zeit natürlich selektierte Sorte ohne züchterische Eingriffe von außen.

THC-Gehalt und Wirkstoffprofil

Der THC-Gehalt von Mazar-i-Sharif liegt bei naturbelassenen Exemplaren meist zwischen 15 und 20 Prozent. Gezüchtete Versionen, die von Saatgutbanken angeboten werden, können etwas höhere Werte erreichen. Der CBD-Gehalt ist in der Regel gering und liegt unter einem Prozent.

Typisch für diese Sorte ist ein hohes Harzaufkommen, das sich in einer dichten Trichomschicht auf den Blüten zeigt. Das macht Mazar traditionell besonders geeignet für die Haschischproduktion. Wer sich für die biochemische Ebene interessiert: CBGA als Vorläufermolekül spielt auch bei harzreichen Landrassen eine wichtige Rolle im Cannabinoidaufbau.

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Aroma, Terpene und Wirkung

Das Aromaprofil von Mazar ist geerdet, würzig und leicht süßlich. Dominante Terpene sind Myrcen, Caryophyllen und in einigen Phänotypen auch Eukalyptol, das für einen frisch-kühlen Unterton sorgt. Das Zusammenspiel dieser Verbindungen erzeugt ein klassisches Indica-Erlebnis.

Die Wirkung wird als körperbetont, schwer und entspannend beschrieben. Nutzer berichten von einem ausgeprägten Körpergefühl, das Muskeln lockert und zur Ruhe einlädt. Die Sorte wird deshalb häufig abends eingesetzt. Im medizinischen Kontext – etwa bei Einschlafproblemen oder chronischen Schmerzen – kann Mazar interessant sein. Für eine dosierungsgenaue Anwendung bieten sich etwa THC Tropfen aus der Apotheke als Alternative an.

Anbau und Vergleich mit anderen Sorten

Mazar-i-Sharif ist eine Indica-dominante Sorte mit kurzer Blütezeit von etwa 7 bis 9 Wochen. Sie bleibt kompakt, verzweigt sich stark und produziert dichte, schwere Blüten. Outdoor gedeiht sie gut in warmen, trockenen Klimazonen. Im Vergleich zu Sativa-lastigen Sorten wie Super Silver Haze ist Mazar deutlich robuster und weniger anspruchsvoll im Anbau. Auch im Vergleich zu moderneren Züchtungen wie Primus Cannabis punktet sie mit genetischer Stabilität und authentischer Landrace-Charakteristik.

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Fazit

Mazar-i-Sharif ist eine der reinsten und bekanntesten Indica-Landrassen aus Afghanistan. Mit einem THC-Gehalt von bis zu 20 Prozent, einem würzig-erdigen Aroma und einer körperbetonten, entspannenden Wirkung bietet sie ein klassisches Cannabis-Erlebnis. Für Einsteiger und erfahrene Nutzer gleichermaßen interessant – besonders dann, wenn eine natürliche, stabile Genetik gefragt ist.

Häufige Fragen

Ist Mazar-i-Sharif eine Indica oder Sativa?

Mazar-i-Sharif ist eine reinrassige Indica-Landrace aus Nordafghanistan. Die Pflanze wächst kompakt, blüht früh und produziert harzreiche Blüten mit klassisch körperbetonter Wirkung. Sativa-Anteile sind in der originalen Genetik nicht vorhanden.

Wofür wird Mazar traditionell verwendet?

Traditionell dient Mazar-i-Sharif vor allem als Grundlage für die Haschischproduktion in Afghanistan. Das extrem hohe Harzaufkommen macht die Sorte dafür besonders geeignet. Heute wird sie auch im medizinischen und Freizeitbereich eingesetzt, etwa zur Entspannung und Schlafförderung.

JV

Julia Vogel

Biologin M.Sc. – Phytochemie

Julia studierte Biologie mit Schwerpunkt Phytochemie und erklärt komplexe Wirkungsmechanismen von Cannabinoiden verständlich und wissenschaftlich fundiert.