Kiffer Wörter: 50 Cannabis-Slang-Begriffe & ihre Bedeutung

Zuletzt aktualisiert: 15. August 2026

Die Cannabis-Kultur hat im Laufe der Jahrzehnte eine ganz eigene Sprache entwickelt, die Außenstehende oft verwirrt. Wer sich mit Hanf Wirkung: Mensch, Hund & Haut: was steckt dahinter? beschäftigt, stößt schnell auf Begriffe, die im normalen Sprachgebrauch kaum vorkommen. Diese sogenannten Kiffer Wörter sind mehr als nur Slang: sie spiegeln eine eigene Subkultur mit Geschichte und Humor wider. Direkt hier erklären wir die 50 bekanntesten Cannabis-Slang-Begriffe, damit du immer weißt, wovon die Rede ist: egal ob du selbst konsumierst, medizinisch informiert bist oder einfach neugierig auf die Szene rund um Migräne und Cannabis und Angststörungen bist.

Was sind Kiffer Wörter überhaupt?

Kiffer Wörter sind umgangssprachliche Ausdrücke, die innerhalb der Cannabis-Community verwendet werden. Sie dienen oft dazu, diskret über das Thema zu sprechen, haben aber mittlerweile auch den Weg in die Popkultur gefunden. Viele dieser Begriffe stammen aus dem Englischen, wurden eingedeutscht oder sind rein regional geprägt.

Kiffer Wörter sind das lebendige Wörterbuch einer Subkultur: wer sie kennt, versteht nicht nur die Sprache, sondern auch die Menschen dahinter.

Die 50 wichtigsten Cannabis-Slang-Begriffe erklärt

Die folgende Liste umfasst die gängigsten Begriffe aus dem deutschsprachigen Raum sowie internationale Ausdrücke, die sich fest in der deutschen Cannabis-Szene etabliert haben.

Begriffe rund ums Kraut selbst

Viele Kiffer Wörter beschreiben schlicht das Cannabis selbst: in verschiedenen Qualitätsstufen, Formen und Aggregatzuständen.

  1. Gras: Umgangssprachlich für getrocknete Cannabisblüten
  2. Weed: Englischer Begriff, international verbreitet
  3. Mary Jane: Verniedlichter Name für Marihuana
  4. Shit: Bezeichnung für Haschisch (Harz)
  5. Hash: Kurz für Haschisch, gepresstes Cannabisharz
  6. Pollen: Feines Haschischpulver, oft von hoher Qualität
  7. Buds: Die Blüten der Cannabispflanze
  8. Nugs: Kleine, dichte Blütenknospen
  9. Skunk: Stark riechende, hochpotente Cannabissorte
  10. Indica / Sativa: Zwei Haupttypen mit unterschiedlicher Wirkung
  11. Hybrid: Kreuzung aus Indica und Sativa
  12. Kush: Bekannte Indica-dominante Sortengruppe
  13. OG: „Original Gangster“ oder „Ocean Grown“
  14. Shake: Kleine Blattbruchstücke und Reste aus der Tüte
  15. Schwag: Minderwertiges, schlecht verarbeitetes Cannabis

Begriffe rund ums Rauchen und Konsumieren

Neben dem Produkt selbst hat die Cannabis-Szene auch für den Konsum selbst eine reiche Begriffslandschaft entwickelt: von der Vorbereitung bis zum Rausch.

  1. Joint: Selbst gedrehte Zigarette mit Cannabis
  2. Tüte: Deutscher Begriff für Joint
  3. Blunt: Joint in einem Tabakblatt gerollt
  4. Spliff: Mischung aus Tabak und Cannabis
  5. Bong: Wasserpfeife zum Rauchen
  6. Chillum: Kleines Rohrpfeifchen
  7. Vapen / Vaporizer: Verdampfer, erhitzt Cannabis ohne Verbrennung
  8. Dab: Cannabisextrakt, auf heißem Stein verdampft
  9. Edibles: Essbare Cannabisprodukte wie Kekse oder Gummibärchen
  10. Drehen: Einen Joint rollen
  11. Kiffen: Das Rauchen von Cannabis
  12. Zug nehmen: Einen Zug vom Joint nehmen
  13. Shotgun: Rauch von Mund zu Mund blasen
  14. Hotbox: Raum oder Auto mit Rauch füllen
  15. Session: Gemeinsames Kippsitzen und Rauchen

Begriffe für Zustände und Erfahrungen

Kiffer Wörter beschreiben auch sehr präzise die psychischen und körperlichen Zustände, die Cannabis auslösen kann: oft mit einem Augenzwinkern.

  1. High: Der Rausch nach dem Konsum
  2. Stoned: Schwerer, körperbetont entspannter Zustand
  3. Geflasht: Intensiv berauscht, überwältigt
  4. Whitey / White: Kreislaufprobleme durch zu starken Konsum
  5. Munchies: Starker Heißhunger nach dem Kiffen
  6. Cottonmouth: Trockener Mund als Nebenwirkung
  7. Paranoia: Angstgefühle unter Einfluss von THC
  8. Couch-Lock: Schweres, bewegungsunfähiges Körpergefühl
  9. Tolerance Break (T-Break): Pause zum Senken der Toleranz
  10. Green Out: Überdosierung, Übelkeit und Schwindel

Szene-Begriffe und Sonstiges

Es gibt auch eine Reihe von Begriffen, die das soziale Umfeld, den Handel und die Kultur der Cannabis-Szene beschreiben: Manche davon sind harmlos, andere klar im illegalen Kontext verwurzelt.

  1. Dealer: Person, die Cannabis verkauft
  2. Plug: Zuverlässige Bezugsquelle für Cannabis
  3. 420: Code für Cannabis-Kultur, Konsumzeit 16:20 Uhr
  4. 710: „OIL“ umgedreht, steht für Konzentrate
  5. Grinder: Mühle zum Zerkleinern der Blüten
  6. Stash: Vorrat oder Versteck für Cannabis
  7. Roach: Filter oder Rest eines Joints
  8. Kiffer-Kreis: Gruppe, die zusammen raucht
  9. Puff Puff Pass: Zweimal ziehen, dann weitergeben
  10. Social Club: Legaler Zusammenschluss von Konsumenten in Deutschland

Wer die Sprache der Szene kennt, navigiert souveräner durch Gespräche, Kulturtexte und auch durch aktuelle rechtliche Entwicklungen rund um Cannabis.

Cannabis Apotheke: Cannabis, Sorte, Blüte, Bud

Kiffer Wörter im rechtlichen Kontext

Auch wenn die Sprache locker klingt, ist der rechtliche Rahmen ernst zu nehmen. In Deutschland hat sich die Gesetzeslage rund um Cannabis in den letzten Jahren stark verändert. Wer mehr über offizielle Regelungen erfahren möchte, findet beim BfArM: Bundesministerium für Arzneimittel und Medizinprodukte verlässliche Informationen. Auch im Urlaub sollte man aufpassen: was in Deutschland gilt, ist anderswo möglicherweise strafbar, wie der Artikel zu Cannabis Griechenland: legal, Strafe & Urlaub sicher? zeigt. Wer Cannabis medizinisch oder als Genussmittel nutzt, sollte sich stets über die aktuellen Regelungen informieren und verantwortungsvoll handeln.

Cannabis Sorte: Cannabis, Sorte, Hanf, Weed, Wiki

Häufige Fragen zu Kiffer Wörter

Woher kommen die meisten Kiffer Wörter?

Ein Großteil der Kiffer Wörter stammt aus dem Englischen, vor allem aus der US-amerikanischen Hip-Hop- und Surf-Kultur der 1970er bis 1990er Jahre. Regionale Ausdrücke wie „Tüte“ oder „Kraut“ sind dagegen rein deutschsprachig gewachsen.

  • Ursprung meist im Englischen
  • Hip-Hop- und Surf-Kultur
  • „Tüte“ und „Kraut“ deutschen Ursprungs

Sind Kiffer Wörter auch im medizinischen Kontext relevant?

Im medizinischen Kontext wird zwar Fachsprache verwendet, doch für Ärzte und Beratungsstellen ist es hilfreich, die umgangssprachlichen Begriffe der Patienten zu kennen. Ein gemeinsames Sprachverständnis vermeidet Missverständnisse bei Dosierung und Konsumformen.

  • Fachsprache bleibt Standard
  • Umgangssprache hilft Ärzten
  • vermeidet Missverständnisse

Gibt es regionale Unterschiede bei Cannabis-Slang in Deutschland?

Ja, in Großstädten wie Berlin oder Hamburg sind internationale Begriffe wie „Weed“ oder „Dab“ verbreitet, während in ländlichen Regionen ältere deutsche Ausdrücke wie „Gras“ oder „Shit“ häufiger vorkommen. Die Sprache der Cannabis-Kultur entwickelt sich dabei ständig weiter.

  • Großstädte: internationale Begriffe
  • Land: ältere deutsche Ausdrücke
  • Sprache im Wandel

Was bedeutet die Zahl 420 in der Kiffer-Sprache?

420 ist ein internationaler Code für die Cannabis-Kultur und bezeichnet zugleich eine beliebte Konsumzeit um 16:20 Uhr. Der Begriff stammt ursprünglich aus den USA und hat sich international durchgesetzt.

  • Code für Cannabis-Kultur
  • Konsumzeit 16:20 Uhr
  • Ursprung USA

Was ist der Unterschied zwischen Joint, Blunt und Spliff?

Ein Joint ist eine selbst gedrehte Cannabis-Zigarette, ein Blunt wird in einem Tabakblatt gerollt, und ein Spliff enthält eine Mischung aus Tabak und Cannabis. Alle drei sind gängige Konsumformen der Kiffer-Sprache.

  • Joint: reines Cannabis
  • Blunt: Tabakblatt-Hülle
  • Spliff: Tabak-Cannabis-Mischung

Was bedeutet Couch-Lock oder Green Out beim Kiffen?

Couch-Lock beschreibt ein schweres, bewegungsunfähiges Körpergefühl nach starkem Konsum, während ein Green Out für eine Überdosierung mit Übelkeit und Schwindel steht. Beide Begriffe stammen aus der Kiffer-Sprache und beschreiben unerwünschte Zustände.

  • Couch-Lock: Bewegungsunfähigkeit
  • Green Out: Überdosierung
  • Übelkeit und Schwindel möglich

JV

Julia Vogel

Biologin M.Sc. – Phytochemie

Julia studierte Biologie mit Schwerpunkt Phytochemie und erklärt komplexe Wirkungsmechanismen von Cannabinoiden verständlich und wissenschaftlich fundiert.