Farnesen Cannabis Terpen: Aroma, Geschmack, Effekt & Wirkung
Farnesen ist ein weniger bekanntes Terpen in der Cannabispflanze. Es riecht frisch nach grünem Apfel und zeigte in Laborversuchen antibakterielle Eigenschaften. Wie andere Terpene wird es im Zusammenhang mit dem Entourage-Effekt genannt, also dem Zusammenspiel mit Cannabinoiden wie THC. Im Duft ist es leichter und fruchtiger als Linalool, Alpha-Pinen oder Myrcen. Hier geht es um Herkunft, Aroma, mögliche Effekte und den Stand der Forschung. Zurück zu Terpene im Cannabis.
Farnesen: Was ist das?
einfach erklärt
Farnesen ist eine Terpengruppe aus Alpha- und Beta-Farnesen. Wie Beta-Caryophyllen zählt es zu den Sesquiterpenen mit 15 Kohlenstoffatomen. Bekannt ist es für seinen süß-frischen Geruch, den du von grünem Apfel, Birne und Ingwer kennst. Es kommt in Cannabis nur in geringen Konzentrationen vor, beeinflusst aber das Duftprofil spürbar. In Zellversuchen wirkte es antioxidativ.
In Laborprofilen fällt Farnesen unter anderem bei Black Cherry Punch, Green Apple, Forbidden Fruit oder GMO Cookies auf. Die Werte schwanken allerdings von Charge zu Charge, ein Analysezertifikat gibt hier mehr Sicherheit als der Sortenname.
- Selteneres, sekundäres Terpen
- Duftet fruchtig und apfelig
- Bekannt aus grünem Apfel, Birne, Ingwer
Farnesen in Cannabisprofilen
Cannabissorten mit fruchtig-frischem Aroma, besonders in Sativa-lastigen Linien, können geringe Mengen Farnesen enthalten. Es dient hier als aromatischer Verstärker: ähnlich wie Terpinolen oder Ocimen.
Geruch und Aroma von Farnesen
Farnesen verleiht Cannabis ein frisches, fast grünliches Fruchtaroma: vergleichbar mit frisch aufgeschnittenem Apfel. Neben erdigen, schweren Terpenen wie Myrcen wirkt es wie ein heller Gegenpol.
- Geruch: grün, fruchtig, apfelig
- Assoziationen: Apfelschale, Kräuter, Ingwer
- Oft in fruchtigen Sativa-Hybriden
Sensorische Bedeutung
Nahaufnahme, Cannabisblüte und Terpene
In der Parfümherstellung dient Farnesen als frische Kopfnote. Auch in der Natur hat es Aufgaben: Alpha-Farnesen sitzt in der Wachsschicht von Apfelschalen, Beta-Farnesen nutzen Blattläuse als Alarmduftstoff. In Cannabis verstärkt es den „grünen“ Eindruck. Eine anregende Wirkung wird ihm nachgesagt, belegt ist sie nicht.
Wirkung von Farnesen
Farnesen wird eine antioxidative, entzündungshemmende und antimikrobielle Wirkung zugeschrieben. Diese Hinweise stammen aus Labor- und Tierversuchen. Ob es beim Menschen entspannend wirkt oder die Haut beruhigt, ist nicht untersucht, klinische Studien fehlen.
- Antioxidativ und antibakteriell
- Mögliche entzündungshemmende Wirkung
- Möglicherweise leicht beruhigend (nicht belegt)
Medizinische Relevanz
Farnesen zeigt laut Tier- und Zellstudien Potenzial im Bereich antioxidativer Zellschutz und antibakterieller Wirkung. Denkbar sind Anwendungen in der Hautpflege oder bei Entzündungen. Ob das über Cannabis überhaupt relevant ist, bleibt offen, denn die Mengen in der Blüte sind gering. Wenn du Cannabis medizinisch nutzt, sprich die Wahl der Sorte mit deiner Ärztin oder deinem Arzt ab.
Ähnliche Terpene
Diese Terpene teilen ähnliche Duft- oder Wirkungseigenschaften:
- Linalool: floral, beruhigend, lavendelartig
- Alpha-Pinen: waldig, harzig, wird mit Wachheit in Verbindung gebracht
- Terpinolen: frisch, leicht zitrusartig, im Labor antioxidativ
Terpene?! Wo sind die eigentlich?
Terpene findest du an der Blüte der Cannabispflanze. Es gibt (hier für dich veranschaulicht):
- Pistillen: kleine Fäden
- Trichome: kleine Harzdrüsen mit Köpfchen
- Terpene: entstehen in den Köpfchen der Trichome
Der Mythos vom Unterschied Sativa, Indica und Hybrid hält sich hartnäckig. Wie eine Sorte wirkt, hängt aber stärker vom Zusammenspiel der Terpene mit den Cannabinoiden (THC, CBD und anderen) ab.
Terpene in Cannabis
Insgesamt sind über 150 verschiedene Terpene in der Cannabispflanze identifiziert worden. Davon kommen etwa 20–30 Terpene regelmäßig in relevanten Mengen vor und werden auf mögliche medizinische Effekte untersucht. Welches Terpen wie riecht und wofür es erforscht wird, findest du in der Übersicht:
- Terpene in Cannabis

































