Monterey Pop Festival 1967: Der Startschuss der Gegenkultur
Ein Gitarrist setzte sein eigenes Instrument in Flammen, eine Band zerlegte demonstrativ ihr komplettes Equipment auf offener Bühne, und über allem lag der selbstverständliche Duft von Cannabis. Das Monterey International Pop Festival im Juni 1967 gilt als der eigentliche Startschuss der amerikanischen Gegenkultur – lange vor Woodstock. Wie ein einzelnes Wochenende in Kalifornien den „Summer of Love“ einleitete, erfährst du hier.
Das erste große Rockfestival der Geschichte
Im Juni 1967 findet in Monterey, Kalifornien, das Monterey International Pop Festival statt – organisiert als gemeinnützige Veranstaltung mit dem erklärten Ziel, Rockmusik als ernstzunehmende Kunstform zu präsentieren. Das Festival gilt heute als das erste große Rockfestival der Musikgeschichte und direkter Vorläufer des berühmteren Woodstock-Festivals zwei Jahre später.
Schon gewusst? Bei seinem legendären Auftritt in Monterey übergießt Jimi Hendrix seine Gitarre am Ende des Songs mit Brennspiritus und setzt sie live auf der Bühne in Brand – ein Moment, der zu einem der bekanntesten Bilder der Rockgeschichte wird.
Legendäre Auftritte
Neben Hendrix sorgt auch die Band The Who mit der demonstrativen Zerstörung ihres Equipments am Ende ihres Auftritts für Aufsehen. Auch Janis Joplin mit Big Brother and the Holding Company sowie Otis Redding liefern Auftritte, die weit über die Grenzen des Festivals hinaus Bekanntheit erlangen und mehrere Karrieren maßgeblich beschleunigen.
- Juni 1967: Durchführung des Monterey International Pop Festivals
- Jimi Hendrix‘ legendäres Gitarren-Verbrennen als Höhepunkt
- Weitere prägende Auftritte von The Who, Janis Joplin und Otis Redding
Drogen als selbstverständlicher Teil der Atmosphäre
Cannabis- und LSD-Konsum gehören während des Festivals für einen Großteil des Publikums selbstverständlich zur Atmosphäre und unterstreichen den experimentellen, grenzüberschreitenden Charakter der aufkommenden Gegenkultur-Bewegung.
Der Auftakt zum Summer of Love
Das Festival markiert symbolisch den Beginn des sogenannten „Summer of Love“ im Sommer 1967, in dem tausende junge Menschen aus den USA nach San Francisco strömen, um Teil der neu entstehenden Hippie-Kultur zu werden. Monterey trägt maßgeblich dazu bei, Kalifornien als zentrales geografisches Symbol dieser Bewegung zu etablieren.
- Symbolischer Auftakt zum „Summer of Love“ im Sommer 1967
- Etablierung Kaliforniens als geografisches Zentrum der Gegenkultur
- Direkter Einfluss auf spätere Großfestivals wie Woodstock 1969
Monterey Pop Festival 1967: Erbe eines Startschusses
Kaum eine Veranstaltung markiert den Beginn der amerikanischen Gegenkultur so eindrücklich wie das Monterey International Pop Festival. Sein Einfluss auf Musik, Mode und das kollektive Bild der 1960er-Jahre bleibt bis heute unübersehbar.




















