Pot: Was bedeutet Pot? Herkunft, Pot Sativa & Pot Indica
„Pot“ ist eines der bekanntesten englischen Slangwörter für Cannabis. In Songs, Filmen und Serien taucht es ständig auf, und auch in Deutschland wird der Begriff verstanden. Gemeint sind meist getrocknete Blüten, also das, was hierzulande Gras oder Marihuana heißt, wie unser Cannabis-Grundwissen erklärt. Das Wort stammt vermutlich aus dem mexikanischen Spanisch, und mit Pot Sativa und Pot Indica sind schlicht die beiden großen Sortengruppen gemeint. Weitere Begriffe aus der Szene findest du in unserer Sammlung der Kiffer-Wörter.
- Was bedeutet Pot?
- Pot auf Deutsch: Übersetzung und andere Bedeutungen
- Woher kommt das Wort Pot?
- Pot in der Popkultur
- Pot-Begriffe im Überblick
- Pot Sativa und Pot Indica: Was ist der Unterschied?
- Wuchs und Herkunft im Vergleich
- Warum die Einteilung nur eine Orientierung ist
- Sativa und Indica auf Rezept
- Weitere Slangwörter für Cannabis
- Pot, Weed oder Gras: was sagt man wo?
- Pot und die Rechtslage in Deutschland
- Häufige Fragen zu Pot
- Pot heute: vom Slangwort zur Medizin
Was bedeutet Pot?
Der umgangssprachliche Begriff steht meist für getrocknete Blüten, also Gras oder Marihuana. Das Wort ist vor allem im amerikanischen Englisch verbreitet und wurde mit der Hippie-Bewegung weltweit populär. Wer „Pot rauchen“ sagt, meint also schlicht einen Joint oder eine Pfeife mit Cannabis. Im Deutschen klingt der Begriff heute eher nach Popkultur und Filmen als nach Alltagssprache. Gelegentlich steht es auch allgemein für Cannabisprodukte, etwa für Haschisch oder Edibles.
- Pot: Slang für Cannabis bzw. Marihuana
- Pothead: jemand, der häufig kifft
- Pot Brownies: Brownies mit Cannabis
- Pot Leaf: das Hanfblatt als Symbol
Pot auf Deutsch: Übersetzung und andere Bedeutungen
Wörtlich übersetzt heißt „pot“ auf Englisch einfach Topf oder Kanne. Deshalb steckt das Wort in vielen Begriffen, die mit Cannabis nichts zu tun haben. Was gemeint ist, erkennst du am Zusammenhang: Geht es um Rauchen, Kiffen oder Brownies, ist fast immer Gras gemeint. Steht das Wort in einem Kochrezept, beim Poker oder in einem Text über Einwanderung, hat es mit Cannabis nichts zu tun.
Woher kommt das Wort Pot?
Die Herkunft ist nicht ganz geklärt. Die verbreitetste Erklärung führt das Wort auf das mexikanisch-spanische Wort „potiguaya“ oder „potaguaya“ zurück, das Cannabisblätter bezeichnet. Eine zweite Deutung verweist auf „potación de guaya“, sinngemäß „Trank des Kummers“, ein Getränk aus Wein oder Branntwein, in dem Cannabisblüten eingelegt wurden. Über die Grenze gelangte der Begriff in den amerikanischen Sprachgebrauch und wurde dort zu „pot“ verkürzt. Belegt ist, dass das Wort spätestens in der Hippie-Zeit fest im englischen Slang verankert war.
- Potiguaya: mexikanisch-spanisch für Cannabisblätter
- Potación de guaya: Wein mit eingelegten Blüten
- Verkürzung: im US-Englisch zu „pot“
Schon gewusst? Auch das Wort Marihuana stammt aus dem mexikanischen Spanisch. Viele Cannabisbegriffe kamen über Mexiko in die USA und von dort in die ganze Welt.
Pot in der Popkultur
Seinen Siegeszug verdankt der Begriff vor allem Musik, Film und Fernsehen. In der Gegenkultur der Hippie-Bewegung stand Kiffen für Freiheit und Protest gegen das Establishment. Später griffen Kifferkomödien und Hip-Hop das Wort immer wieder auf. Auch US-Medien schreiben bis heute so, etwa wenn es um Steuereinnahmen aus legalen Pot Shops geht. Wie stark Cannabis die Musikgeschichte geprägt hat, zeigt unsere Auswahl der besten Kiffer-Lieder. Einen Blick auf die lange Geschichte der Pflanze wirft unser Beitrag zur Cannabis-Geschichte.
Pot-Begriffe im Überblick
Im Englischen ist rund um das Wort eine ganze Familie von Begriffen entstanden. Einige davon haben es auch in die deutsche Umgangssprache geschafft. Viele sind humorvoll gemeint, manche eher abwertend, und nicht jedes Wort passt in jede Situation. Die bekanntesten Wortbildungen im Überblick:
- Pothead: regelmäßiger Kiffer
- Pot Brownies: Brownies mit Cannabis-Butter
- Pot Leaf: gezacktes Hanfblatt-Symbol
- Pot Smoker: jemand, der Cannabis raucht
- Pot Shop: Cannabis-Laden in den USA
Am bekanntesten sind die Brownies, die im Deutschen meist Space Brownies heißen. Wie sie zubereitet werden und warum die Dosierung bei Edibles so schwierig ist, erklären wir im Beitrag zu Cannabis Brownies. Woher Spitznamen wie Pothead, Stoner oder Kiffer kommen, liest du unter Kiffer Namen.
Pot Sativa und Pot Indica: Was ist der Unterschied?
Wer nach „Pot Sativa“ oder „Pot Indica“ sucht, meint die beiden Gruppen, in die Cannabissorten traditionell eingeteilt werden. Die Begriffe stammen ursprünglich aus der Botanik und beschreiben vor allem Wuchsform und Herkunft der Pflanzen. Im Alltag werden sie aber meist als Hinweis auf die Wirkung verwendet. Dazu kommen die Hybride, die heute den Großteil aller Sorten ausmachen.
- Sativa: Diese Sorten gelten als eher aktivierend und anregend. Mehr dazu unter Sativa-Sorten.
- Indica: Sie werden meist als körperbetont und beruhigend beschrieben. Mehr dazu unter Indica-Sorten.
- Hybride: Die meisten heutigen Sorten sind Kreuzungen aus beiden, siehe Hybrid-Sorten.
Wuchs und Herkunft im Vergleich
Botanisch unterscheiden sich die beiden Gruppen vor allem im Aussehen. Sativa-Pflanzen stammen ursprünglich aus warmen Regionen nahe dem Äquator, Indica-Pflanzen aus kühleren, bergigen Gebieten wie dem Hindukusch. Daraus ergeben sich unterschiedliche Wuchsformen und Blütezeiten, die vor allem für den Anbau eine Rolle spielen. Die Tabelle fasst die typischen Merkmale zusammen.
Warum die Einteilung nur eine Orientierung ist
Die Einteilung in Sativa und Indica ist eine grobe Orientierung. Wie eine Sorte tatsächlich wirkt, hängt vor allem vom Cannabinoid- und Terpenprofil ab, nicht vom Etikett. Durch jahrzehntelange Kreuzungen sind die meisten Sorten heute genetisch gemischt, reine Sativa oder Indica gibt es kaum noch. Wie viel an der klassischen Unterscheidung dran ist, haben wir im Beitrag Indica und Sativa: Fakten statt Mythen aufgearbeitet. Einen ausführlichen Vergleich findest du unter Indica vs. Sativa.
Merke dir: Achte bei der Sortenwahl nicht nur auf Sativa oder Indica, sondern auf THC, CBD und Terpene. Diese Werte sagen mehr über die mögliche Wirkung aus.
Sativa und Indica auf Rezept
Auch in der Apotheke spielt die Einteilung eine Rolle, denn viele Hersteller geben bei ihren Blüten Sativa, Indica oder Hybrid an. Für Patienten ist die Angabe eine erste Orientierung, die ärztliche Auswahl richtet sich aber nach THC- und CBD-Gehalt, Terpenen und den persönlichen Beschwerden. Patienten berichten zudem, dass dieselbe Sorte bei unterschiedlichen Menschen verschieden wirken kann. Eine Auswahl beliebter Sorten findest du unter beste Sativa-Sorten auf Rezept und beste Indica-Sorten aus der Apotheke.
Weitere Slangwörter für Cannabis
Daneben gibt es unzählige weitere Begriffe für Cannabis, und jede Generation erfindet neue. Manche stammen aus dem Englischen, andere aus dem Spanischen, Arabischen oder aus dem deutschen Rap. Einige bezeichnen Blüten, andere Haschisch oder die Wirkung. Die folgende Auswahl zeigt die bekanntesten.
- Weed: englisch, wörtlich Unkraut
- Gras: deutsch für Blüten
- Ganja: aus dem Sanskrit
- Mary Jane: Anspielung auf Marihuana
- Ott: aus dem deutschen Rap
- Dope: älterer Sammelbegriff
Was der Begriff Ott genau meint und woher er stammt, erklären wir in unserem Beitrag zu Ott. Viele Slangwörter sind regional geprägt und wandeln sich schnell, deshalb verstehen ältere und jüngere Kiffer oft nicht dieselben Begriffe. Manche Wörter verschwinden nach wenigen Jahren wieder, andere wie Pot oder Gras halten sich über Generationen. Gerade weil es sich so lange gehalten hat, kennt fast jeder das Wort, auch wer selbst nie kifft.
Pot, Weed oder Gras: was sagt man wo?
Welches Wort jemand benutzt, verrät oft Alter und Herkunft. In den USA klingt das Wort heute eher nach den Eltern oder Großeltern, jüngere sagen häufiger Weed. In Deutschland ist Gras der gängigste Begriff, im Rap und in Großstädten hört man auch Ott. Im medizinischen Kontext und in Gesetzestexten ist dagegen nur von Cannabis, Cannabisblüten oder Marihuana die Rede.
Pot und die Rechtslage in Deutschland
Das Gesetz kennt keinen Slang, rechtlich geht es immer um Cannabis. Seit dem Konsumcannabisgesetz (KCanG) dürfen Erwachsene in Deutschland bis zu 25 Gramm unterwegs und bis zu 50 Gramm zu Hause besitzen sowie bis zu drei Pflanzen privat anbauen. Für den Freizeitkonsum bekommst du Cannabis legal nur als Mitglied einer Anbauvereinigung, die ausschließlich Marihuana und Haschisch in Reinform abgibt, also keine Edibles. Der Verkauf durch Händler bleibt verboten. Für medizinisches Cannabis gilt das Medizinal-Cannabisgesetz: Blüten und Extrakte gibt es auf ärztliches Rezept in der Apotheke. Die wichtigsten Regeln im Überblick findest du unter Cannabis-Legalisierung: Regeln.
- Besitz: 25 g unterwegs, 50 g zuhause
- Eigenanbau: bis zu drei Pflanzen
- Bezug: Anbauvereinigung oder Rezept
- Handel: weiterhin verboten
Häufige Fragen zu Pot
Kurz beantwortet, was rund um das Wort am häufigsten gefragt wird.
Was bedeutet Pot auf Deutsch?
Wörtlich Topf, im Slang aber Cannabis. Gemeint sind meist getrocknete Blüten.
- Wörtlich: Topf
- Slang: Cannabis, Gras
Was bedeutet Pot rauchen?
Einfach Cannabis rauchen, etwa als Joint, in der Pfeife oder in der Bong.
- Joint
- Pfeife oder Bong
Was ist der Unterschied zwischen Pot Sativa und Pot Indica?
Grob gesagt: Sativa gilt als anregend, Indica als beruhigend. Wie eine Sorte bei dir wirkt, hängt aber vor allem von THC, CBD und Terpenen ab.
- Sativa: eher anregend
- Indica: eher entspannend
- Terpene beachten
Was ist ein Pothead?
Ein Pothead ist jemand, der regelmäßig Cannabis konsumiert. Der Begriff ist umgangssprachlich und oft scherzhaft.
- Regelmäßiger Kiffer
- Umgangssprachlich
Ist Pot dasselbe wie Haschisch?
Meist nicht. Gemeint sind vor allem Blüten, Haschisch ist das gepresste Harz der Pflanze.
- Pot: Blüten, Gras
- Haschisch: Harz
Pot heute: vom Slangwort zur Medizin
Heute ist Pot vor allem ein Wort aus Filmen, Songs und dem US-Alltag, in Deutschland spricht man eher von Gras oder Cannabis. Hinter dem Slang steckt eine Pflanze, die auch medizinisch genutzt wird. Wenn du Cannabis ärztlich begleitet nutzen möchtest, beantragst du bei CannaZen dein Rezept online. Ein BtM-Rezept brauchst du dafür seit April 2024 nicht mehr. In der Sprechstunde geht es um deine Beschwerden und bisherigen Behandlungen, danach schlägt dir die Ärztin oder der Arzt eine passende Sorte oder ein Extrakt vor. Die Partner-Apotheke verschickt das Präparat dann direkt zu dir nach Hause.































