Durban Poison Sorte: Wirkung, Herkunft & wann ernten?
Durban Poison ist eine südafrikanische Sativa-Landrace mit Anis-Aroma, wacher Wirkung und heute oft über 20 % THC, eine der bekanntesten Cannabissorten überhaupt. Die Pflanze stammt aus der Region um die Hafenstadt Durban und gilt bis heute als Paradebeispiel einer reinen Sativa. Seit den späten 1970er-Jahren, als der amerikanische Autor Ed Rosenthal die Genetik in die USA brachte, ist sie bei Anbauern und Konsumenten gleichermaßen gefragt. Geerntet wird, wenn die meisten Trichome milchig und erst 20 bis 30 % bernsteinfarben sind. Unten findest du Herkunft, THC-Gehalt, Terpene und Anbautipps im Detail. Verwandte Kreuzungen und Nachkommen findest du in der Übersicht der Durban Sorten.
- Herkunft und Genetik: Direkt aus Durban
- Von Südafrika nach Kalifornien
- Woher der Name Durban Poison kommt
- Durban Poison im Stammbaum anderer Sorten
- THC-Gehalt von Durban Poison
- Durban Poison in der Apotheke
- Durban Poison und THCV
- Wirkung und Terpenprofil
- Durban Poison Erfahrungen
- Durban Poison im Vergleich zu anderen Sativas
- Wann ernten? Anbautipps für Durban Poison
- Durban Poison als medizinisches Cannabis
- Häufige Fragen zu Durban Poison
- Durban Poison: was du mitnehmen solltest
Herkunft und Genetik: Direkt aus Durban
Durban Poison stammt ursprünglich aus der Provinz KwaZulu-Natal rund um Durban, wo Kleinbauern Cannabis seit Generationen anbauen. Als Landrace-Sorte ist sie keine gezielte Kreuzung, sondern eine Pflanze, die sich über lange Zeit unter natürlichen Bedingungen und durch die Auswahl der Bauern entwickelt hat. Wie genau die Genetik in den Westen kam, wird unterschiedlich erzählt. Ed Rosenthal selbst gibt an, die Samen in einem Amsterdamer Coffeeshop von südafrikanischen Importeuren bekommen zu haben, und nicht in Südafrika selbst.
- Typ: Sativa (Landrace)
- Herkunft: Durban, Südafrika
- THC-Gehalt: klassisch 15 bis 20 %
- CBD-Gehalt: unter 1 %
- Blütezeit: 8 bis 9 Wochen
Von Südafrika nach Kalifornien
Rosenthal gab die Samen an seinen Weggefährten Mel Frank weiter, der die Linie in Kalifornien selektierte. Ziel war vor allem eine kürzere Blütezeit und mehr Harz, damit die Pflanze auch außerhalb Afrikas zuverlässig reift. Ein Teil der Genetik gelangte über den Züchter Sam the Skunkman zurück nach Amsterdam, wo Seedbanks wie Dutch Passion sie bis heute anbieten. Was du heute kaufen kannst, ist also eine im Westen stabilisierte Auslese der ursprünglichen Landrace.
Woher der Name Durban Poison kommt
Der erste Teil des Namens verweist schlicht auf die Herkunftsregion um Durban. „Poison“, also Gift, ist im englischen Szene-Slang eine anerkennende Bezeichnung für besonders wirkstarkes Gras und hat nichts mit Gefährlichkeit im wörtlichen Sinn zu tun. Eine offizielle Namensgeschichte gibt es nicht, der Name hat sich mit der Verbreitung der Samen einfach etabliert. Wer bei Google nach „Poison Weed“ sucht, landet deshalb oft bei genau dieser Sorte.
Durban Poison im Stammbaum anderer Sorten
Den größten Einfluss auf die moderne Zucht hatte die Sorte als Elternteil. Zusammen mit OG Kush steckt sie in Girl Scout Cookies und damit indirekt in Gelato, Runtz, Sherbet und vielen weiteren Dessert-Sorten. Im Vergleich zu modernen Kreuzungen wie dem Cherry Garcia Strain oder Papaya Cake ist die Südafrikanerin genetisch fast schon ein Urtyp. Genau das macht ihren Reiz aus.
THC-Gehalt von Durban Poison
Klassische Datenbanken nennen einen THC-Gehalt von etwa 15 bis 20 %. Moderne Indoor-Chargen liegen deutlich höher: In der Apotheke ist die Sorte etwa von Luana mit 24 und 28 % THC gelistet. Der CBD-Gehalt bleibt fast immer unter 1 %. Mild ist diese Sativa heute also nicht mehr.
| Merkmal | Durban Poison |
|---|---|
| Genetik | Südafrikanische Landrace |
| THC | klassisch 15 bis 20 %, Apotheke bis 28 % |
| CBD | unter 1 % |
| THCV | vergleichsweise hoch, schwankend |
| Terpene | Terpinolen, Myrcen, Ocimen |
| Blütezeit | 8 bis 9 Wochen |
Durban Poison in der Apotheke
Auf Apothekenlisten taucht die Sorte meist mit einem Kürzel auf, etwa „Luana 28/1 Durban“. Die erste Zahl steht für den THC-Gehalt in Prozent, die zweite für den CBD-Gehalt. Luana führt Chargen mit 24 und 28 % THC, die Werte können sich je nach Ernte leicht verschieben. Wenn du eine Sorte gefunden hast, die gut zu dir passt, lohnt es sich, Hersteller und Charge zu notieren.
Durban Poison und THCV
Die Sorte gilt als eine der Landrassen mit vergleichsweise viel THCV, einem Cannabinoid, das in afrikanischen Landrace-Sorten häufiger vorkommt. Die Angaben schwanken stark, oft ist von Werten um oder unter 1 % die Rede. Ob THCV zur klaren, wachen Wirkung beiträgt, ist wissenschaftlich noch nicht geklärt. Verlass dich deshalb nicht auf Werbeversprechen, sondern auf die Laborwerte der jeweiligen Charge.
Wirkung und Terpenprofil
Die Wirkung ist klar, fokussiert und anregend, ohne das typische Couch-Lock-Gefühl einer Indica. Viele Nutzer sehen sie als klassische Tagessorte und berichten von gesteigerter Kreativität, Konzentration und Motivation. Gerade bei hohen THC-Werten kann die anregende Wirkung aber auch kippen.
Wer sie beschreibt, greift oft zum Espresso-Vergleich: Unter den Cannabis-Strains ist sie eine, die eher weckt als bremst.
Das Terpenprofil wird dominiert von Terpinolen, Myrcen und Ocimen. Das erklärt den charakteristischen süß-anisartigen Geruch mit leichten Kiefern- und Zitrusnoten. Auch Beta-Caryophyllen ist in kleineren Mengen vorhanden und trägt zur leicht würzigen Note bei. Mögliche Wirkungen im Überblick:
- Energie und Antrieb
- Mehr Kreativität
- Euphorie und gute Laune
- Kaum Müdigkeit
- Zu viel: Angst oder Herzrasen
Durban Poison Erfahrungen
In Erfahrungsberichten fällt immer wieder das Wort „klar“. Viele beschreiben einen schnellen Einstieg mit gehobener Stimmung, gefolgt von zwei bis drei Stunden wacher Konzentration, ohne dass der Körper schwer wird. Gleichzeitig berichten empfindliche Menschen von Unruhe oder Gedankenrasen, wenn die Dosis zu hoch war. Wer zu Angst neigt, sollte mit Sativa-Sorten wie dieser besonders vorsichtig umgehen.
Tipp: Weil die Sorte anregt statt beruhigt, passt sie eher zum Vormittag oder frühen Nachmittag. Abends kann sie dir das Einschlafen erschweren.

Durban Poison im Vergleich zu anderen Sativas
Wer eine wache Tagessorte sucht, landet oft bei denselben Namen. Die Südafrikanerin unterscheidet sich von den meisten durch ihre reine Landrace-Herkunft und das ungewöhnliche Anis-Aroma. Jack Herer und Lemon Haze sind dagegen gezielte Kreuzungen mit Haze-Anteil, Malawi Gold ist eine weitere afrikanische Landrace mit deutlich längerer Blütezeit.
Wann ernten? Anbautipps für Durban Poison
Die Landrace ist an warme Klimazonen angepasst, in Mitteleuropa solltest du sie bevorzugt indoor oder im Gewächshaus kultivieren. Die Pflanzen wachsen hoch und schlank, typisch für Sativa-Genetik, und bilden lange, harzreiche Buds. Für eine Sativa ist die Blütezeit von acht bis neun Wochen erstaunlich kurz, das ist ein Ergebnis der Selektion im Westen. Plane trotzdem genug Höhe ein, denn in der Blüte strecken sich die Pflanzen noch einmal deutlich. Für den Balkon gibt es außerdem Autoflower-Versionen, die ohne Lichtumstellung blühen.
In der Wachstumsphase verträgt die Pflanze viel Licht und eher wenig Dünger, Landrassen reagieren auf Überdüngung schnell mit verbrannten Blattspitzen. Topping oder das Herunterbinden der Triebe halten die Höhe in Grenzen und verteilen das Licht gleichmäßiger. In der Blüte riecht sie deutlich, ein Aktivkohlefilter an der Abluft ist in der Wohnung kaum verzichtbar, wenn die Nachbarn nichts mitbekommen sollen.
Faustregel: Ernte, wenn die meisten Trichome milchig und erst rund 20 bis 30 Prozent bernsteinfarben sind. So bleibt das energetische, klare High erhalten.
Konkrete Erntehinweise für deinen Anbau:
- Trichome mit Lupe prüfen
- Milchig mit wenig Bernstein ernten
- Stempel zu zwei Dritteln braun
- Nicht zu spät ernten
- Langsam trocknen, dann curen
Wie du die Trichome richtig beurteilst, erklärt der Beitrag über Trichome. Welche Regeln in Deutschland für den Eigenanbau gelten, liest du im Artikel zum Cannabis Eigenanbau.
Durban Poison als medizinisches Cannabis
Als anregende Sativa wird die Sorte medizinisch eher tagsüber eingesetzt. Patienten berichten von mehr Antrieb und besserer Stimmung, etwa bei Erschöpfung oder Appetitlosigkeit. Belastbare Studien zu einzelnen Sorten gibt es allerdings nicht, und bei Angststörungen kann die Sorte ungeeignet sein. Auch Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten und deine Vorerfahrung spielen bei der Wahl eine Rolle, deshalb gehört die Entscheidung in ärztliche Hände. Wer bisher nur mit ruhigeren Sorten gearbeitet hat, startet mit einer kleineren Einzeldosis.
- Eher tagsüber
- Bei Angst vorsichtig
- Nur mit ärztlicher Begleitung
Weitere Optionen findest du in der Übersicht Beste Sativa Sorten auf Rezept. Über CannaZen kannst du eine Behandlung starten, Durban Poison und andere Blüten findest du im Shop.
Häufige Fragen zu Durban Poison
Ist Durban Poison für Anfänger geeignet?
Nur bedingt, denn moderne Chargen erreichen bis zu 28 % THC. Die anregende Wirkung kann bei Unerfahrenen Angst oder Herzrasen auslösen.
- Bis 28 % THC
- Stark anregend
- Klein anfangen
Wie wirkt Durban Poison?
Klar, wach und gut gelaunt, der Körper bleibt leicht.
- Kein Couch-Lock
- Fokus und Kreativität
- Eher tagsüber
Wie hoch ist der THC-Gehalt von Durban Poison?
Klassisch 15 bis 20 %, Apothekenchargen 24 bis 28 %. CBD spielt kaum eine Rolle.
- Klassisch 15 bis 20 %
- Apotheke bis 28 %
- CBD unter 1 %
Ist Durban Poison eine reine Sativa?
Weitgehend ja. Die heutigen Samen sind allerdings im Westen selektierte Linien der südafrikanischen Landrace.
- Landrace aus Südafrika
- Im Westen stabilisiert
- Elternteil von GSC
Wann ist der richtige Erntezeitpunkt?
Bei überwiegend milchigen Trichomen mit einem kleinen Anteil Bernstein. Später geerntet wird die Wirkung schwerer.
- Trichome milchig
- 20 bis 30 % Bernstein
- Lieber früher als später
Eignet sich Durban Poison für den Anbau in Deutschland?
Outdoor ist es in Mitteleuropa oft zu kühl und zu kurz. Indoor, im Gewächshaus oder als Autoflower klappt der Anbau deutlich besser.
- Aus warmem Klima
- Besser indoor
- Autoflower als Alternative
Durban Poison: was du mitnehmen solltest
Durban Poison ist eine der wenigen Landrassen, die es bis in die Apotheke geschafft haben. Wer eine klare Tages-Sativa ohne Indica-Anteil sucht, landet früher oder später bei ihr. Als Elternteil von Girl Scout Cookies hat sie außerdem die halbe moderne Zucht geprägt. Wer sie als medizinisches Cannabis nutzen möchte, sollte das in ärztlicher Begleitung tun.
- Südafrikanische Landrace-Sativa
- Anis, Zitrus, Kiefer
- Wach und fokussiert
- Elternteil von Girl Scout Cookies
































