Cannabis Gran Canaria: legal, Strafe & wo konsumieren?
Gran Canaria zieht jedes Jahr Millionen von Touristen an — und viele von ihnen fragen sich, wie es auf der Insel mit Cannabis aussieht. Ob du in Las Palmas unterwegs bist, an den Stränden von Maspalomas entspannst oder durch Playa del Inglés schlenderst: Die Rechtslage in Spanien ist komplex, und auf Gran Canaria gelten eigene Besonderheiten, die du kennen solltest, bevor du irgendetwas riskierst.
- Cannabis Gran Canaria: Die aktuelle Rechtslage
- Was konkret gilt
- Cannabis kaufen in Gran Canaria
- Cannabis Social Clubs auf Gran Canaria
- Mitbringen & Einreise
- Strafen im Überblick
- Gran Canaria: Die Stadt auf der Karte
- Gran Canaria Tipps: Das solltest du nicht verpassen
- Das Wichtigste zu Cannabis in Gran Canaria
Cannabis Gran Canaria: Die aktuelle Rechtslage
Spanien hat keinen vollständig legalen Cannabismarkt, aber das Land hat eine einzigartige Zwischenzone geschaffen, die viele Touristen überrascht. Cannabiskonsum ist in Spanien entkriminalisiert — das bedeutet, du wirst nicht strafrechtlich verfolgt, wenn du in privatem Rahmen konsumierst. Der Verkauf, der Kauf auf der Straße und der Konsum an öffentlichen Orten bleiben jedoch illegal und können mit empfindlichen Bußgeldern geahndet werden.
Gran Canaria gehört als autonome Gemeinschaft zu den Kanarischen Inseln, die spanisches Recht anwenden. Das heißt: Was auf dem Festland gilt, gilt auch hier. Die örtliche Polizei in Las Palmas, Maspalomas und Puerto Rico geht regelmäßig gegen öffentlichen Konsum vor — besonders in touristisch stark frequentierten Gebieten.
- Konsum im privaten Raum: geduldet, nicht strafbar
- Konsum an öffentlichen Orten: illegal, Bußgeld möglich
- Besitz kleiner Mengen: Ordnungswidrigkeit, kein Strafrecht
- Kauf und Verkauf auf der Straße: illegal, Strafverfolgung möglich
- Anbau für den Eigenbedarf: in privaten Räumen geduldet
Was konkret gilt
Das spanische Sicherheitsgesetz unterscheidet zwischen dem Konsum in der Öffentlichkeit und dem Konsum im privaten Bereich. Wer auf der Straße, am Strand oder in einem Park konsumiert, riskiert ein Bußgeld zwischen 600 und mehreren tausend Euro. In den Clubs der Insel — sofern es sie noch gibt — galten lange Zeit inoffizielle Toleranzregeln, doch die Behörden haben diese Grauzonen in den letzten Jahren zunehmend eingeschränkt.
Wichtig: Auch wenn du Cannabis bei jemandem kaufst, der auf der Straße anbietet, machst du dich nach spanischem Recht strafbar. Solche Angebote — gerade in Playa del Inglés oder Maspalomas — gehen fast immer mit schlechter Qualität und hohem Risiko einher.
Cannabis kaufen in Gran Canaria
Anders als in den Niederlanden gibt es auf Gran Canaria keine offiziellen Coffeeshops. Wer auf der Insel nach Cannabis sucht, stößt schnell auf zwei Wege: den illegalen Schwarzmarkt oder die sogenannten Cannabis Social Clubs. Letztere sind Vereinigungen, die auf Mitgliedschaftsbasis funktionieren und in einer rechtlichen Grauzone operieren. Als Tourist ohne spanische Residenz ist ein regulärer Zugang zu diesen Clubs faktisch kaum möglich — zumindest nicht auf legalem Weg.
Cannabis Social Clubs auf Gran Canaria
In Las Palmas existieren einige Cannabis Social Clubs, die für Einheimische zugänglich sind. Das Modell basiert darauf, dass Mitglieder gemeinschaftlich anbauen und konsumieren — rein theoretisch ohne Verkauf. Für Touristen ist der Zugang schwierig: Viele Clubs verlangen eine dauerhafte Adresse in Spanien, eine Einladung durch ein bestehendes Mitglied und einen längeren Aufnahmeprozess. Wer dir auf der Straße verspricht, dich „mal eben“ in einen Club zu bringen, versucht meist, dich in eine illegale Transaktion zu locken. In den Urlaubsorten Maspalomas, Playa del Inglés und Puerto Rico gibt es kaum seriöse Club-Strukturen — hier dominiert der Schwarzmarkt, was du besser meidest.
Mitbringen & Einreise
Gran Canaria liegt zwar geografisch vor der afrikanischen Küste, gehört aber zur Europäischen Union — und damit zu den Schengen-Außengrenzen. Das bedeutet: Wer aus einem Nicht-EU-Land einreist oder von einer anderen Kanareninsel mit internationalem Flug kommt, durchläuft Zollkontrollen. Cannabis in jeder Menge über eine Grenze zu bringen, ist Schmuggel und wird in Spanien strafrechtlich verfolgt — unabhängig davon, ob du aus Deutschland oder einem anderen EU-Land kommst. Der Besitz am Flughafen Las Palmas de Gran Canaria führt bei Kontrollen zur Sicherstellung und kann Strafanzeigen nach sich ziehen.
Niemals Cannabis in das Reisegepäck packen — weder auf dem Hin- noch auf dem Rückweg. Spanische Zollbehörden und Grenzpolizei setzen auch zwischen EU-Ländern auf Stichprobenkontrollen, besonders auf den Flughäfen der Kanarischen Inseln.
Strafen im Überblick
Das spanische Sicherheitsgesetz legt klare Strafen für cannabisbezogene Vergehen fest. Die Höhe des Bußgeldes richtet sich nach dem Schweregrad des Verstoßes. Strafrechtliche Verfolgung droht vor allem beim Handel und beim Schmuggel — das sind keine Ordnungswidrigkeiten mehr, sondern Straftaten mit möglichen Gefängnisstrafen.
| Vergehen | Strafe |
|---|---|
| Konsum in der Öffentlichkeit | Bußgeld 600: 30.000 € |
| Besitz geringer Mengen (öffentlich) | Bußgeld 600: 10.000 €, Sicherstellung |
| Besitz größerer Mengen | Strafverfolgung, Untersuchungshaft möglich |
| Kauf oder Verkauf | Strafverfolgung, bis zu 3 Jahre Haft |
| Einfuhr / Schmuggel | Strafverfolgung, bis zu 9 Jahre Haft |
| Anbau ohne Club-Struktur | Strafverfolgung, Sicherstellung |
Gran Canaria: Die Stadt auf der Karte
Gran Canaria ist die drittgrößte der Kanarischen Inseln und beeindruckt mit einer unglaublichen Landschaftsvielfalt — von den Sanddünen in Maspalomas im Süden bis zur lebhaften Hauptstadt Las Palmas im Norden. Die Insel vereint Berglandschaften, atlantische Küsten und ein mildes Klima, das Besucher aus ganz Europa das ganze Jahr über anzieht.
Gran Canaria Tipps: Das solltest du nicht verpassen
Gran Canaria steckt voller Highlights — ob Naturwunder, Kulturerbe oder Freizeitangebot. Diese drei Orte solltest du auf keinen Fall auslassen.
- Dünen von Maspalomas — Das Naturschutzgebiet im Süden der Insel fühlt sich an wie eine Saharawüste direkt am Atlantik. Der Sonnenuntergang über den Dünen ist schlicht unvergesslich.
- Vegueta, Las Palmas — Das historische Altstadtviertel mit der Kathedrale Santa Ana und dem Geburtshaus von Cristóbal Colón zeigt, wie reich die Geschichte der Insel wirklich ist.
- Roque Nublo — Der markante Felsmonolith im Zentrum der Insel bietet einen Panoramablick über die gesamte Insel und an klaren Tagen sogar bis zum Teide auf Teneriffa.
Mehr Reisetipps für Gran Canaria im Video!
Das Wichtigste zu Cannabis in Gran Canaria
Gran Canaria ist eine fantastische Reisedestination — aber kein Cannabisparadies. Wer entspannt Urlaub machen will, sollte die Rechtslage kennen und keine unnötigen Risiken eingehen. Der Konsum im privaten Rahmen wird geduldet, alles andere birgt echte Gefahren.
- Spanien hat entkriminalisiert, aber nicht legalisiert — der Konsum in der Öffentlichkeit bleibt illegal.
- Schwarzmarktangebote in Touristenhochburgen wie Playa del Inglés oder Maspalomas sind mit hohem Risiko verbunden.
- Cannabis Social Clubs sind für Touristen ohne spanische Residenz kaum zugänglich.
- Die Einfuhr von Cannabis — auch aus anderen EU-Ländern — ist Schmuggel und wird strafrechtlich verfolgt.
- Bußgelder für öffentlichen Konsum beginnen bei 600 Euro und können deutlich höher ausfallen.
























