Cannabis Gran Canaria: legal, Strafe & wo konsumieren?
Cannabis auf Gran Canaria ist nicht legal: Privat in den eigenen vier Wänden wird Konsum nicht bestraft, in der Öffentlichkeit kosten Konsum und Besitz aber mindestens 601 € Bußgeld, Verkauf und Schmuggel sind Straftaten. Das gilt in Las Palmas genauso wie in Maspalomas oder Playa del Inglés, die Regeln sind strenger, als der Ruf Spaniens beim Thema Cannabis vermuten lässt. Auf der Nachbarinsel gilt übrigens dasselbe, wie unser Beitrag zu Cannabis Teneriffa zeigt. Die Grundlagen für das ganze Land findest du im Überblick Cannabis Spanien.
- Cannabis Gran Canaria: Die aktuelle Rechtslage
- Was konkret gilt
- Hotel, Apartment und Mietwagen
- Cannabis kaufen auf Gran Canaria
- Cannabis Social Clubs auf Gran Canaria
- Warum Clubs keine Läden sind
- Mitbringen & Einreise
- Medizinisches Cannabis auf Gran Canaria
- Strafen im Überblick
- Mietwagen und Drogentest
- Gran Canaria auf der Karte
- Gran Canaria Tipps: Das solltest du nicht verpassen
- Häufige Fragen zu Cannabis auf Gran Canaria
- Cannabis Gran Canaria: das Wichtigste für deinen Urlaub
Cannabis Gran Canaria: Die aktuelle Rechtslage
Spanien hat keinen legalen Cannabismarkt, aber das Land hat eine Zwischenzone geschaffen, die viele Touristen überrascht. Der private Konsum durch Erwachsene ist nicht strafbar: Wer in den eigenen vier Wänden konsumiert, wird nicht verfolgt. Der Verkauf, der Kauf auf der Straße und der Konsum oder Besitz an öffentlichen Orten bleiben jedoch verboten und werden mit empfindlichen Bußgeldern oder sogar strafrechtlich geahndet. Spanien gilt deshalb als tolerant, aber nicht als legal.
Gran Canaria gehört zur autonomen Gemeinschaft der Kanarischen Inseln, und beim Betäubungsmittelrecht gilt dort das spanische Recht. Das heißt: Was auf dem Festland gilt, gilt auch hier. Die Polizei in Las Palmas, Maspalomas und Puerto Rico geht regelmäßig gegen öffentlichen Konsum vor, besonders in touristisch stark frequentierten Gebieten.
- Konsum im privaten Raum: nicht strafbar
- Konsum öffentlich: Bußgeld ab 601 €
- Besitz kleiner Mengen öffentlich: Bußgeld
- Verkauf: Straftat
- Anbau nur privat und unsichtbar
Was konkret gilt
Das spanische Sicherheitsgesetz (Ley Orgánica 4/2015) stuft Konsum und Besitz von Drogen an öffentlichen Orten als schweren Verstoß ein. Wer auf der Straße, am Strand oder in einem Park konsumiert oder etwas dabeihat, riskiert ein Bußgeld von 601 bis 30.000 Euro. Über eine Reform des Gesetzes mit niedrigeren Bußgeldern wird im spanischen Parlament seit Längerem diskutiert, in Kraft ist sie bisher nicht. Auch der sichtbare Anbau, etwa Pflanzen auf dem Balkon, fällt unter dieses Gesetz.
Wichtig: Wer Cannabis bei einem Straßenverkäufer kauft, hat es danach in der Öffentlichkeit dabei, und genau das wird mit mindestens 601 Euro geahndet. Solche Angebote, gerade in Playa del Inglés oder Maspalomas, gehen außerdem fast immer mit schlechter Qualität und hohem Risiko einher.
Hotel, Apartment und Mietwagen
Bleibt die Frage, wo Urlauber überhaupt konsumieren dürfen. Rechtlich ist nur der private Raum geschützt, doch ein Hotelzimmer ist nicht automatisch privat im Sinne deiner Ruhe: Hotels verbieten das Rauchen meist im Zimmer und auf dem Balkon und können dich bei Verstößen vor die Tür setzen. Ein gemietetes Apartment oder Ferienhaus ist rechtlich sicherer, aber auch dort gelten die Hausregeln des Vermieters. Der Mietwagen gilt dagegen als öffentlicher Ort, Konsum im Auto ist also keine Lösung. Gleiches gilt für Terrassen von Strandbars, Hotelpools und Liegewiesen, auch wenn dort scheinbar niemand hinschaut. Gerade in den Ferienanlagen im Süden melden Mitarbeiter Cannabisgeruch häufig an die Rezeption oder die Polizei.
Cannabis kaufen auf Gran Canaria
Anders als in den Niederlanden gibt es auf Gran Canaria keine Coffeeshops. Wer auf der Insel Cannabis sucht, stößt schnell auf zwei Wege: den illegalen Schwarzmarkt oder die sogenannten Cannabis Social Clubs. Letztere sind Vereine, die auf Mitgliedschaftsbasis funktionieren und in einer rechtlichen Grauzone arbeiten. Als Tourist hast du keinen Anspruch auf Aufnahme, und vieles, was dir als „Club“ angeboten wird, ist in Wahrheit Straßenhandel.
Cannabis Social Clubs auf Gran Canaria
Vor allem in Las Palmas gibt es Cannabis Social Clubs, die vorrangig Einheimischen und Residenten offenstehen. Das Modell basiert darauf, dass Mitglieder gemeinschaftlich anbauen und konsumieren, rein theoretisch ohne Verkauf. Für Touristen ist der Zugang schwierig: Viele Clubs verlangen eine Empfehlung durch ein bestehendes Mitglied, manche eine Wohnadresse in Spanien oder eine Wartezeit. Wer dir auf der Straße verspricht, dich „mal eben“ in einen Club zu bringen, will dir meist einfach etwas verkaufen. Auch in den Urlaubsorten im Süden tauchen Clubs auf, deren Seriosität du von außen kaum beurteilen kannst.
- Ausweis oder Reisepass mitbringen
- Nur mit Mitgliedsantrag eintreten
- Vor Ort konsumieren
- Nichts mit nach draußen nehmen
Warum Clubs keine Läden sind
Das spanische Oberste Gericht hat die Grenzen für Social Clubs eng gezogen. Erlaubt ist allenfalls der gemeinsame Konsum in einem geschlossenen Kreis bekannter Mitglieder, nicht aber die Abgabe an beliebige Besucher. Clubs, die sich wie ein Laden verhalten, riskieren Durchsuchungen und Verfahren wegen Drogenhandels. Für dich heißt das: Ein Club, der dich ohne jede Prüfung sofort bedient, ist eher ein Warnsignal als ein Glücksfall. Seriöse Vereine erkennst du an Ausweiskontrolle, Mitgliedsantrag, klaren Hausregeln und daran, dass sie keine Werbung auf der Straße machen.
Mitbringen & Einreise
Gran Canaria liegt geografisch vor der afrikanischen Küste, gehört aber zur Europäischen Union und zum Schengenraum. Eine Besonderheit: Die Kanaren liegen außerhalb des Mehrwertsteuer- und Verbrauchsteuergebiets der EU, deshalb gibt es auch bei Flügen aus Deutschland Zollkontrollen bei der Ankunft und der Rückreise. Cannabis in jeder Menge über die Grenze zu bringen, gilt als Schmuggel und wird in Spanien strafrechtlich verfolgt, egal ob du aus Deutschland oder einem anderen EU-Land kommst. Wird am Flughafen Gran Canaria etwas gefunden, folgen Sicherstellung und Strafanzeige. Was generell im Gepäck erlaubt ist, erklärt der Ratgeber Cannabis Reisen.
Niemals Freizeit-Cannabis ins Reisegepäck packen, weder auf dem Hin- noch auf dem Rückweg. Durch die steuerliche Sonderstellung der Kanaren wird auf den Flughäfen der Inseln häufiger kontrolliert, als viele Urlauber erwarten.
Medizinisches Cannabis auf Gran Canaria
Spanien hat medizinisches Cannabis erst spät geregelt: Seit einer Verordnung von Oktober 2025 dürfen standardisierte Cannabiszubereitungen von Fachärzten verschrieben und nur über Krankenhausapotheken abgegeben werden. Blüten aus der Apotheke wie in Deutschland gibt es dort nicht, und als Tourist kommst du an diese Versorgung praktisch nicht heran. Wenn du in Deutschland Patient bist, nimmst du deine Medizin deshalb selbst mit. Dafür brauchst du eine Bescheinigung nach Artikel 75 des Schengener Durchführungsübereinkommens, die vor der Reise amtlich beglaubigt wird und höchstens 30 Tage gilt. Die Schritte findest du im Ratgeber zum Cannabis Rezept Schengen Formular.

Strafen im Überblick
Das spanische Recht trennt zwischen Verwaltungsverstößen mit Bußgeld und Straftaten nach dem Strafgesetzbuch. Konsum und Besitz in der Öffentlichkeit werden mit Bußgeldern geahndet. Strafrechtliche Verfolgung droht vor allem beim Handel und beim Schmuggel: Das sind keine Ordnungswidrigkeiten mehr, sondern Straftaten mit möglichen Gefängnisstrafen.
| Vergehen | Mögliche Folgen |
|---|---|
| Konsum in der Öffentlichkeit | Bußgeld 601 bis 30.000 € |
| Besitz geringer Menge öffentlich | Bußgeld ab 601 €, Sicherstellung |
| Besitz größerer Mengen | Verdacht auf Handel, Strafverfahren |
| Verkauf und Weitergabe | Freiheitsstrafe 1 bis 3 Jahre und Geldstrafe |
| Einfuhr und Schmuggel | Strafverfahren, bei großen Mengen deutlich höhere Haft |
| Sichtbarer Anbau | Bußgeld, Sicherstellung der Pflanzen |
Mietwagen und Drogentest
Wer Gran Canaria erkundet, ist meist mit dem Mietwagen unterwegs, gerade auf den Bergstraßen rund um den Roque Nublo. In Spanien reicht schon der Nachweis von Drogen im Speicheltest für ein Bußgeld von 1.000 Euro, eine Wirkung muss dafür nicht festgestellt werden. Bei deutlicher Beeinträchtigung wird es zur Straftat. Da THC noch lange nach dem Konsum nachweisbar sein kann, gilt für dich: Wer fahren will, lässt das Kiffen im Urlaub besser ganz sein.
Tipp: Wenn du kontrolliert wirst, bleib ruhig und kooperativ. Bußgeldbescheide aus Spanien können auch in Deutschland vollstreckt werden, Ignorieren hilft also nicht.
Gran Canaria auf der Karte
Gran Canaria ist die drittgrößte der Kanarischen Inseln. Im Süden liegen die Sanddünen von Maspalomas, im Norden die Hauptstadt Las Palmas, dazwischen ein bergiges Inselinneres mit bis zu knapp 2.000 Metern Höhe. Das milde Klima lockt Besucher aus ganz Europa das ganze Jahr über an. Wer im Winter Sonne sucht, landet besonders oft hier.
Gran Canaria Tipps: Das solltest du nicht verpassen
Drei Orte, die sich auf einer Inselrunde besonders lohnen, gerade wenn du mehr sehen willst als Strand und Hotelanlage:
- Dünen von Maspalomas: Naturschutzgebiet am Atlantik
- Vegueta in Las Palmas: historische Altstadt
- Roque Nublo: Felsen mit Panoramablick
Mehr Reisetipps für Gran Canaria gibt es im Video.
Häufige Fragen zu Cannabis auf Gran Canaria
Kurze Antworten auf die häufigsten Fragen, die Details stehen weiter oben im Text.
Gibt es Coffeeshops auf Gran Canaria?
Nein, Coffeeshops wie in Holland gibt es in ganz Spanien nicht. Es gibt nur private Social Clubs.
- Kein legaler Verkauf
- Clubs nur für Mitglieder
- Straßenverkauf ist illegal
Ist Cannabis auf Gran Canaria legal?
Nur privater Konsum ist nicht strafbar. Öffentlich drohen hohe Bußgelder.
- Privat: nicht strafbar
- Öffentlich: ab 601 €
- Verkauf: Straftat
Wo darf man auf Gran Canaria kiffen?
Nur in privaten Räumen oder in einem Club, in dem du Mitglied bist. Strand, Straße und Auto sind tabu.
- Ferienwohnung mit Erlaubnis
- Clubraum als Mitglied
- Nie am Strand
Kann ich als Tourist in einen Cannabis Club?
Manchmal, aber ohne Anspruch. Viele Clubs nehmen nur Residenten oder Empfohlene auf.
- Ausweis mitbringen
- Empfehlung oft nötig
- Straßenvermittler meiden
Cannabis Gran Canaria: das Wichtigste für deinen Urlaub
Die Insel ist ein schönes Reiseziel, aber kein Cannabisparadies. Wer entspannt Urlaub machen will, kennt die Regeln und lässt riskante Käufe auf der Straße bleiben. Der Konsum im privaten Rahmen wird nicht verfolgt, alles andere birgt echte Gefahren. Wenn du die Balearen mit den Kanaren vergleichen willst, lohnt ein Blick auf Cannabis Mallorca.
- Spanien: toleriert, nicht legalisiert
- Schwarzmarkt im Süden ist riskant
- Clubs für Touristen kaum zugänglich
- Einfuhr ist strafbarer Schmuggel
- Öffentlich: Bußgeld ab 601 Euro

































