Cannabutter: Rezept, Thermomix & wieviel Gramm pro Portion?
Selbst gemachte Cannabutter gehört zu den vielseitigsten Grundzutaten in der Cannabis-Küche: ob für Brownies, Kekse oder herzhafte Gerichte. Das richtige Cannabis Butter Rezept entscheidet dabei über Potenz, Geschmack und Verträglichkeit. Wer wissen möchte, wieviel Gramm Cannabis pro Portion ideal sind, wie der Thermomix hilft und welche Terpene dabei eine Rolle spielen: zum Beispiel Beta-Caryophyllen: findet hier alle Antworten kompakt und praxisnah aufbereitet.
- Was ist Cannabutter und warum ist Decarboxylierung so wichtig?
- Decarboxylierung: Temperatur und Zeit
- Das klassische Cannabutter Rezept: Schritt für Schritt
- Cannabutter im Thermomix: die moderne Methode
- Thermomix-Anleitung im Überblick
- Wieviel Gramm Cannabis pro Portion?: Dosierung und Berechnung
- Lagerung, Haltbarkeit und Verwendung in der Küche
- Fazit zu Cannabutter
- Häufige Fragen zu Cannabutter
Was ist Cannabutter und warum ist Decarboxylierung so wichtig?
Cannabutter ist schlicht Butter, in die THC und andere Cannabinoide durch schonendes Erhitzen extrahiert wurden. Da Fett ein hervorragendes Lösungsmittel für Cannabinoide ist, bindet sich das THC während des Kochens fest an die Fettmoleküle der Butter. Ohne den vorgelagerten Schritt der Decarboxylierung bleibt die Butter jedoch weitgehend wirkungslos: denn frisches Cannabis enthält überwiegend THCA, die säurehaltige, nicht psychoaktive Vorstufe von THC.
Decarboxylierung: Temperatur und Zeit
Studien zeigen, dass THCA bei etwa 110–120 °C innerhalb von 30–45 Minuten vollständig zu THC umgewandelt wird. Eine Untersuchung im Journal of Chromatography belegt, dass bereits kurze Überhitzung über 150 °C zu signifikantem THC-Abbau führt: die optimale Balance liegt also zwischen 110 und 120 °C für genau 40 Minuten im Backofen. Das getrocknete, grob zerkleinerte Cannabis wird dazu gleichmäßig auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech verteilt und bei Umluft erhitzt.
Das klassische Cannabutter Rezept: Schritt für Schritt
Das Grundrezept ist simpel und erfordert keine ausgefallenen Küchenwerkzeuge. Es eignet sich für Einsteiger genauso wie für erfahrene Cannabis-Köche, die verlässliche Ergebnisse wünschen.
- Zutaten: 250 g Butter, 3–7 g Cannabis, Wasser
- Schritt 1: Butter/Wasser bei max. 85 °C schmelzen
- Schritt 2: Cannabis 2–4 Std. köcheln, nie kochen
- Schritt 3: Mischung durch Käsetuch oder Kaffeefilter abseihen
- Schritt 4: Flüssigkeit mind. 4 Stunden kühl stellen
- Schritt 5: Butter von wässriger Schicht trennen
Das Wasser dient dabei als Puffer: Es verhindert, dass die Butter überhitzt, und nimmt zugleich wasserlösliche, unerwünschte Pflanzenstoffe wie Chlorophyll auf: was den Geschmack deutlich verbessert.
„Die Kombination aus niedrigen Temperaturen unter 90 °C und langer Extraktionszeit von mindestens 3 Stunden gilt als Goldstandard für maximale Cannabinoid-Ausbeute ohne thermischen Abbau.“
Cannabutter im Thermomix: die moderne Methode
Der Thermomix eignet sich hervorragend für die Cannabutter-Herstellung, weil er Temperatur und Rührgeschwindigkeit präzise kontrolliert. Gerade die Temperaturkonstanz ist entscheidend, da schon wenige Grad Unterschied die Wirkstoffausbeute beeinflussen. Für butter-reiche Sorten wie die Ice Cream Sundae mit ihren cremigen Aromanoten lohnt sich der Einsatz des Thermomix besonders, da Terpene bei exakt geregelter Temperatur besser erhalten bleiben.
Thermomix-Anleitung im Überblick
Nach der Decarboxylierung gibt man die Butter, das Cannabis und das Wasser in den Mixtopf und stellt den Thermomix auf 80 °C, Stufe 1, für 3 Stunden ein. Anschließend wird die Masse wie gewohnt durch ein Tuch abgeseiht und kühl gestellt. Der Vorteil gegenüber dem Herd: Der Thermomix überhitzt nicht und läuft unbeaufsichtigt. Nutzer berichten von einer um ca. 10–15 % höheren subjektiven Potenz im Vergleich zur klassischen Herdfläche, was auf die präzisere Temperaturführung zurückzuführen sein dürfte.

Wieviel Gramm Cannabis pro Portion?: Dosierung und Berechnung
Die Dosierungsfrage ist die häufigste und wichtigste beim Thema Cannabutter. Eine Überdosierung kann unangenehme Stunden nach sich ziehen: mehr dazu im Artikel Zu viel Cannabis: was tun, Symptome & wie lange dauert es?. Als Faustregel gilt: 3–5 g Cannabis auf 250 g Butter für moderate Wirkung, bis zu 7 g für erfahrene Nutzer.
- Einsteiger: 3g/250g Butter → 5–8 mg THC/EL
- Mittel: 5g/250g Butter → 10–15 mg THC/EL
- Erfahrene: 7g/250g Butter → 18–25 mg THC/EL
Diese Richtwerte basieren auf einem durchschnittlichen THC-Gehalt von 15–20 % und einer Extraktionseffizienz von etwa 60–70 %, wie sie in mehreren Laboranalysen gemessen wurde. Sorten mit hohem THC-Gehalt wie der Donny Burger Strain oder die Sherbet Sorte erfordern entsprechend geringere Mengen, um dieselbe Wirkintensität zu erzielen.
„Start low, go slow“: besonders bei essbaren Cannabis-Produkten empfehlen Experten, mit 5 mg THC pro Portion zu beginnen und die Wirkung mindestens 90 Minuten abzuwarten, bevor nachgegessen wird.
Lagerung, Haltbarkeit und Verwendung in der Küche
Richtig hergestellte Cannabutter hält sich im Kühlschrank problemlos 3–4 Wochen, eingefroren sogar bis zu 6 Monate ohne nennenswerten Wirkstoffverlust. Am besten portioniert man sie vorab in Eiswürfelformen: So hat man immer gleichmäßig dosierte Mengen griffbereit. In der Küche ersetzt Cannabutter reguläre Butter im Verhältnis 1:1: ideal für Brownies, Shortbread, aber auch für herzhafte Saucen oder Risotto. Wer experimentierlustiger ist und interessante Ausgangssorten erkunden möchte, findet Inspiration bei hochwertigen feminisierten Samen mit stabilen Cannabinoid-Profilen.

Fazit zu Cannabutter
Cannabutter selbst herzustellen ist einfacher als viele denken: vorausgesetzt, man beachtet die Decarboxylierung, hält die Temperatur konstant niedrig und dosiert bewusst. Ob klassisch auf dem Herd oder präzise im Thermomix: Mit den richtigen Mengen und der passenden Sorte entsteht eine vielseitige Grundzutat für unzählige Rezepte. Wer die Wirkung kennt und die Dosierung im Griff hat, kann Cannabis-Küche sicher und genussvoll erleben.
Häufige Fragen zu Cannabutter
Wie lange muss Cannabutter köcheln?
Für eine optimale Wirkstoff-Extraktion köchelst du Cannabutter bei maximal 85 °C zwischen 2 und 4 Stunden. Je länger und konstanter die niedrige Temperatur gehalten wird, desto mehr Cannabinoide binden sich an das Fett der Butter.
- Max. 85 °C Köcheltemperatur
- 2-4 Stunden Ziehzeit
- Niedrige Temperatur = mehr Ausbeute
Wieviel Gramm Cannabis brauchst du pro Portion Cannabutter?
Als Faustregel gelten 3 bis 7 Gramm Cannabis auf 250 Gramm Butter, je nach gewünschter Stärke. Einsteiger starten mit 3 Gramm für rund 5-8 mg THC pro Esslöffel, erfahrene Nutzer nehmen bis zu 7 Gramm für 18-25 mg THC.
- 3-7 g auf 250 g Butter
- Einsteiger: 3 g = 5-8 mg THC/EL
- Erfahrene: 7 g = 18-25 mg THC/EL
Wie lange ist Cannabutter haltbar?
Im Kühlschrank hält sich Cannabutter etwa 3 bis 4 Wochen, eingefroren sogar bis zu 6 Monate ohne nennenswerten Wirkstoffverlust. Am besten portionierst du sie vorher in Eiswürfelformen für gleichmäßige Dosen.
- Kühlschrank: 3-4 Wochen
- Gefroren: bis zu 6 Monate
- Portionieren in Eiswürfelform
Welche Sorte eignet sich am besten für Cannabutter?
Grundsätzlich eignen sich alle Sorten mit bekanntem THC-Gehalt. Terpenreiche Sorten prägen den Geschmack der Butter zusätzlich mit, für Einsteiger empfehlen sich Sorten mit 15-18 % THC zur leichteren Dosierung.
- THC-Gehalt sollte bekannt sein
- Terpene prägen das Aroma mit
- Einsteiger: 15-18 % THC
Wie funktioniert die Cannabutter-Herstellung im Thermomix?
Im Thermomix gibst du Butter, decarboxyliertes Cannabis und Wasser in den Mixtopf und stellst 80 °C, Stufe 1, für 3 Stunden ein. Die präzise Temperaturführung verhindert Überhitzung und liefert laut Nutzerberichten eine bis zu 10-15 % höhere subjektive Potenz als die Herdmethode.
- 80 °C, Stufe 1, 3 Stunden
- Kein Überhitzungsrisiko
- Bis zu 15 % mehr Potenz
Wirkt Cannabutter anders und wie lange dauert es, bis sie wirkt?
Da Cannabutter über den Magen-Darm-Trakt aufgenommen wird, setzt die Wirkung deutlich langsamer ein als beim Rauchen und kann bis zu 90 Minuten dauern. Genau deshalb gilt bei Edibles die Regel „start low, go slow“: am besten beginnst du mit etwa 5 mg THC pro Portion.
- Wirkung setzt langsam ein
- Bis zu 90 Minuten Wartezeit
- Start mit 5 mg THC






























